ROBOMAN
(ROBOWAR – ROBOT DA GUERRA, Italien, 1988, Regie: Bruno Mattei)
Eine US-Spezialeinheit soll auf einer Pazifikinsel einen Kampfroboter der Army ausfindig machen, um ihn zurückzubringen. Doch die Bergung ist nicht so einfach, denn es kommt zu Angriffen von einer Guerilla-Truppe. Als sie schließlich auf den Kampfroboter stoßen, widersetzt er sich den Befehlen der Einheit. Es kommt zu einer erbitterten Schlacht im Dschungel.
Eigentlich heißt es ja, besser gut geklaut als schlecht selbst erfunden, hier heißt es, schlecht geklaut und nichts selbst erfunden. Aber wer einen Bruno Mattei Film gucken will, der weiß, was ihn erwartet, und das bekommt er hier auf jeden Fall geboten.
Bekloppte Figuren, die amüsant schlecht dargestellt werden und manchmal dem CSD näher sind als dem Krieg im Dschungel, beflügeln die Stimmung von Anfang an. Die Action-Choreografien sind zum schreien, der Schnitt fürn Arsch. Stehen unsere Army-Hirnis erst in Kampfmontur, wird schnell klar, dass wir es hier mit einem PREDATOR (1987) – Klon zu tun haben. Manche Szenen sind fast 1:1 kopiert, nur in schlecht. Wo es John McTiernan versteht seinen Figuren Leben einzuhauchen versagt Mattei und sein Darstellergruselkabinett komplett. Aber dafür bietet der Film ein schönes Dschungel-Ambiente, hat schöne, noch dampfende zerlaserte Leichen zu bieten und wartet mit einem coolen Synthie-Score von Al Festa auf. Der Predator hier ist kein reptilienartiger Jäger aus dem All, sondern mehr oder weniger ein Roboter, was der Titel ja bereits verrät. Warum also nicht auch noch ROBOCOP (ebenfalls von 1987) herein mixen? Immerhin ist der schwarze Anzug mit Helm recht schick, und Mattei spendiert sogar noch ein blondes Quoten-Weibchen.
ROBOMAN ist ein schlechter Film, aber auch ein ehrlicher Film. Mattei mixt ganz dreist seine Vorbilder zusammen und serviert ein wässriges Süppchen bei dem man die geklauten Zutaten deutlich erkennt. Kein Film, den man alleine gucken sollte.
(Bjoern Candidus)
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