DER KAMPFGIGANT
(DOUBLE TARGET, Italien, 1987, Regie: Bruno Mattei)
Ein C-Rambo schießt sich durch den vietnamesischen Dschungel, um seinen Sohn zu finden und gleichzeitig ein paar Terroristen auszuschalten. Nicht nur vietnamesische Terrorgrinche, sondern auch russische Kommunisten-Finstermännchen wollen ihm ans Leder.
Hier haben wir es mit zuverlässiger Action-Pampe aus dem Hause Bruno Mattei zu tun, die so attraktiv ausschaut wie ein Lutscher, der in den Dreck gefallen ist. Miles O‘Keeffe als eine Art Rambo ist ebenso wenig überzeugend wie der gute alte Donald Pleasence, an dem hier deutlich der Zahn der Zeit genagt hat. Möglicherweise war er aber auch einfach nur besoffen. Ich wollte es kaum glauben, aber Bo Svenson als Russe hält sich noch am besten, was man von seinen kommunistischen Freunden nicht behaupten kann. Unfreiwillige Komik liegt hier stets in der Luft. Schnittdebakel, Anschlussfehler, neugierige Zuschauer am Set, die plötzlich irgendwo im Hintergrund auftauchen, sind wahre Highlights dieses Machwerks. Manche Action-Sequenzen sind sogar ganz solide inszeniert, was vielleicht dem Zufall geschuldet war. Was hier aber wirklich überzeugt: der Synthie-Score von Stefano Mainetti.
Hirn aus, DER KAMPFGIGANT an.
Mattei konnte es auch schlechter.
(Bjoern Candidus)
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