A*P*E*
(APE, Südkorea, USA, 1976, Regie: Paul Leder)
Die Story dreht sich um einen riesigen Gorilla, der mit dem Schiff nach Südkorea geschafft wird, um als Attraktion im Disneyland (!) zur Schau gestellt zu werden. Kurz vor dem Festland bricht der Affe aus, reißt das Schiff in Stücke, kämpft gegen einen riesigen Hai und legt anschließend eine Stadt in Schutt und Asche. Gemeinsam mit der US-Army kämpfen die Südkoreaner gegen den Riesenaffen, der sich ausgerechnet in eine blonde Schauspielerin verliebt, die gerade vor Ort einen Film dreht.
Wer dachte, KING KONG LEBT (1986) sei gar nicht mal so gut, hat recht, aber A*P*E* ist halt noch viel schlechter. Aber Moment! Was ist gut, was ist schlecht? Diese Frage kann jeder nur für sich selbst beantworten. Paul Leders Regiearbeit hat mich amüsiert und letztlich gut unterhalten. Ich könnte hier zahlreiche Verfehlungen wie Größenmaßstab-Irrsinn, lächerliche Dramaturgie und dazu passende Darsteller, ulkige Plastikkühe oder mit Kunstfell beklebte Baumstämme, die Riesenaffenbeine darstellen sollen, aufzählen und an den Pranger stellen, aber nicht um sie zu hassen, sondern zu lieben und weil ich sie in dieser Art von Kino erwarte. Um einen besonders starken Kontrast zwischen Ami und Koreaner zu schaffen, war man in Deutschland wieder besonders keck und hat die Koreaner auf Bayerisch synchronisiert. Herzlichen Glückwunsch! Aber gut, für diesen Zusätzlichen Irrsinn ist ein Paul Leder nicht anzuklagen, der hat andere Taten zu verantworten.
A*P*E* ist gut gefüllt mit Zerstörung, Action und Spaß in allen Ecken. Man wird immer wieder neu verwundert über die Schlampigkeit mancher Effekte, die am Ende aber auch den Charme dieser Produktionen ausmacht. Auch wenn es manchmal zu Ermüdungserscheinungen kommt, überragt der Unterhaltungsfaktor.
(Bjoern Candidus)
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