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The Colossus of New York, 1958 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

DER KOLOSS VON NEW YORK
(THE COLOSSUS OF NEW YORK, USA, 1958, Regie: Eugène Lourié)

Als der geniale Wissenschaftler Dr. Jeremy Spensser, den Friedensnobelpreis gewinnt, wird er kurz drauf von einem Auto erfasst. Sein Körper stirbt, doch sein Vater, ein Chirurg, kann sein Gehirn am Leben erhalten. Seinen anderen Sohn, Henry, kann er davon überzeugen, einen künstlichen Körper zu konstruieren, damit Jeremy wieder am Leben teilhaben kann. Das Vorhaben geht auf, doch es führt zu nichts Gutem. 

Die Regie führte Eugène Lourié (PANIK IN NEW YORK, 1953), der erneut bewiesen hat, dass er unterhaltsame Filme zaubern konnte, die dazu auch noch toll aussehen. Der Film ist ordentlich fotografiert und ausgeleuchtet. Hierfür zeigte sich John F. Warren verantwortlich, der 1966 DER ZERRISSENE VORHANG von Hitchcock fotografierte. Die Schwarzweißbilder mit ihren starken Kontrasten kommen sehr gut zur Geltung und sorgen samt dem Score von Van Cleave, der schwer wie Blei über den Bildern liegt, für eine bedrückende Atmosphäre. Auch wenn sich der Film in Sachen plakativem Horror sehr zurücknimmt, ist er doch tragisch und dramatisch genug, um Schrecken zu entfalten. 

Nachdem man ein paar nette Einblicke in die Backwarenindustrie der bevorstehenden 60er-Jahre bekommt, geht es erst mal recht zügig zu. Kurze Freude über den Friedensnobelpreis, dann schon der Unfall. Dieses Tempo wird danach deutlich zurückgefahren, was völlig in Ordnung ist, da wir uns hier bei weniger als 70 Minuten Spielzeit bewegen. 

Der Koloss, der aussieht wie ein wandelnder Schrank mit Kopf und Mantel und den Beinen von Frankensteins Monster, wirkt verstörend, ebenso die fremdartige Stimme (im O-Ton weniger roboterartig als in der dt. Synchronisation). Das Gehirn in einem „Golem-Körper,“ der nicht erwünscht ist. Dabei kommt natürlich auch die Frage auf, was einen Menschen ausmacht: Ist ein Mensch nur dann er selbst, wenn Gehirn, Körper und Geist zusammenliegen? Spensser beantwortet die Frage schnell und fährt in einen Wutmodus, in dem er nicht nur unter Wasser gehen kann, sondern auch Todesstrahlen aus den Augen abfeuern kann. Doch da ist auch noch Liebe in ihm, denn er hat nicht nur seine Frau zurückgelassen, sondern auch seinen kleinen Sohn, der ihn für einen Riesen hält, wenn er sich mit ihm heimlich im Garten trifft. Weniger bewegend sind die Darsteller, die doch sehr blass bleiben. Da wäre John Baragray, Mala Powers, Otto Kruger und Robert Hutton. Ross Martin ist der Koloss. 

DER KOLOSS VON NEW YORK ist ein düsteres Mensch-Maschinen-Monster-Sciencefiction-Drama, was zwar keine wirklichen Highlights bietet, aber mich in seiner Gesamtheit überzeugen konnte. 

(Bjoern Candidus)

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Torment, 1986 – ★★★½→

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