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Abraxas, Guardian of the Universe, 1990 – ★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

ABRAXAS – RETTER DES UNIVERSUMS
(ABRAXAS, GUARDIAN OF THE UNIVERSE, Kanada, USA, 1990, Regie: Damian Lee) 

Einst waren Secundus und Abaraxas gemeinsame Herrscher des Universums. Doch Secundus strebte nach noch mehr Macht und Unsterblichkeit. Er reiste auf die Erde, um sich fortzupflanzen, was ihm auch gelang. Eine Frau wurde durch eine extraterrestrische Befruchtung mittels Handauflegen schwanger. Doch das blieb nicht folgenlos. Secundus konnte schließlich von den sogenannten Aufspürern seines Planeten verhaftet werden, während Abraxas den Auftrag hatte, dass Baby zu töten, dem er sich widersetzte. Fünf Jahre später bricht Secundus aus, um seinen Sohn auf der Erde zu suchen, dicht gefolgt von dem Aufspürer Abaraxas, der ihn aufhalten soll.

Ich habe ein großes Herz für Quatsch, aber auch Quatsch braucht Liebreiz, sympathische oder zumindest charismatische Darsteller, Anziehung oder irgendetwas, was mich mitnimmt. Und obwohl ABRAXAS – RETTER DES UNIVERSUMS grundsätzlich Zutaten beinhaltet, die mir gefallen, ist das Ergebnis die reinste Katastrophe. Die Inszenierung sieht recht qualitativ aus. Die winterliche Kulisse von Ontario in Kanada ist sehr schön von Curtis Petersen fotografiert worden; für festliche Stimmung sorgt die Weihnachtsdekoration. Leider war es das aber auch schon mit dem Positiven. 

Wer auch immer auf die Idee kam, Jesse Ventura als Abaraxas und Sven-Ole Thorsen als Secundus zu casten, muss entweder verrück gewesen sein oder einen sonderbaren Humor besessen haben. Ich habe lange nicht mehr in zwei solche hole Gesichter gucken müssen, die beide so komplett fehlbesetzt sind. Immer wieder kam ein Warum in mir hoch. Sicher wird es auch Leute geben, die beide extrem feiern. Ich kann und will ihre sportlichen Aktivitäten nicht beurteilen, ihre schauspielerische Qualität ist jedenfalls unterirdisch. In RUNNING MAN (1987) passten sie zumindest noch ganz gut. Völlig unverständlich ist es auch, dass beide nicht in vernünftige Kämpfe verwickelt werden, wenn man schon Darsteller hat, die sich über ihre Körper definieren. Die wenigen Momente, wo die Beiden aufeinander prallen, sind stümperhaft inszeniert und in wenigen Augenblicken abgehandelt. Da läuft man lieber Minuten lang hintereinander her, verfolgt sich und muss sich dabei noch den fürchterlichen Score von Carlos Lopes anhören, der nach einem billigen Porno klingt. Ansonsten gibt es noch eine Handvoll Explosionen und Laser-/Blitz-Effekte, wie sie zu der Zeit nun mal üblich waren. In diesen Bereichen ist der Film zumindest halbwegs solide. 

Gegen die TERMINATOR-inspirierte Story will ich ja gar nichts sagen, Cameros Film hat viele zu Recht beeinflusst, aber sie zündet hier einfach nicht. Nichts zündet hier, auch nicht die völlig überflüssigen Witze, die an manchen Stellen eingebaut wurden. 

Wer Lust hat, sich zwei dämliche Weltraum-Kartoffelköpfe anzugucken, die komplett spannungsarm und stümperhaft Katz-und-Maus spielen, dem sei ABRAXAS – RETTER DES UNIVERSUMS empfohlen. Alle anderen sollten ihn dringend nicht gucken. 

(Bjoern Candidus)

←The Dungeonmaster, 1984 – ★★★
Elves, 1989 – ★★½→

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