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The Autopsy of Jane Doe, 2016 – ★★★½

THE AUTOPSY OF JANE DOE (GB, 2016, Regie: André Øvredal)

Ein Gerichtsmediziner und sein Sohn sollen eine weibliche Leiche ohne Identität untersuchen, um die Todesursache zu klären. Äußerlich scheint die junge Dame keinen Gewalteinflüssen ausgesetzt gewesen zu sein, doch die Geheimnisse fangen in ihrem Inneren an. 

André Øvredal hat hier einen spannenden, unheimlichen Horrorfilm in reinster Form hingelegt, der mit den beiden Hauptdarstellern Emile Hirsch und dem wunderbaren Brian Cox (L.I.E. – LONG ISLAND EXPRESSWAY, 2001) sympathisch besetzt wurde. Beide ergeben ein gutes Vater-Sohn-Gespann. 

Øvredal verzichtet in diesem Kammerspiel zwar nicht komplett auf Jump-Scare-Einlagen, aber er dosiert sie, und sie funktionieren auch noch. Noch besser funktioniert aber die unheilvolle Atmosphäre, die in den Kellergewölben der Pathologie vorherrscht; das Unwetter, was sich im Hintergrund abspielt trägt zusätzlich zum schaudern bei. Doch damit nicht genug, denn auch Freunde von Gore-Effekten werden bedient, denn man ist ja schließlich in einer Pathologie. Manchmal wird es richtig unangenehm. Von härter Gewalt hält sich der Film weitestgehend fern und konzentriert sich stattdessen auf das Geheimnis hinter „Jane Doe“. Øvredal bewegt sich mehr im Kosmos eines H.P. Lovecrafts oder Stephen King. Schön gruselig ist auch der Score von Denny Bensi und Saunder Jurriaans. 

THE AUTOPSY OF JANE DOE ist ein gelungener Horrorfilm, der sich Zeit lässt und trotzdem zu jeder Minute Atmosphäre und Spannung liefert. 

(Bjoern Candidus)

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