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Light the Fuse… Sartana Is Coming, 1970 – ★★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

SARTANA KOMMT
(UNA NUVOLA DI POLVERE… UN GRIDO DI MORTE… ARRIVA SARTANA, Italien, Spanien, 1970, Regie: Giuliano Carnimeo) 

Nur Grand Full weiß, wo die 500.000 Dollar in Gold und die 20 Millionen in Falschgeld versteckt sind. Nur dumm, dass er in einem Gefängnis einsitzt, so lange er nicht vor dem Direktor den Fundort des Goldes verrät. Als ein neuer Mithäftling, Sartana, Wind von dem Schatz bekommt, befreit er sich und Grand Full, um die Beute zu teilen. Doch weder Grand Full, noch die anderen verdorbenen Seelen haben die Absicht, etwas zu teilen. Sartana bekommt es gleich mit mehreren Fronten zu tun, die er geschickt gegeneinander ausspielt oder direkt zur Hölle fahren lässt.  

Zum vierten und letzten Mal schlüpft Gianni Garko in die Rolle des Sartana, der hier aus dem Schießen gar nicht mehr rauskommt. Erneut führte Giuliano Carnimeo Regie, und für die Story und das Drehbuch zeichneten sich Eduardo Manzanos, Tito Carpi und der einzigartige Ernesto Gastaldi verantwortlich, die hier ordentlich die Fetzen fliegen lassen. An Mord und Sadismus (Säurefolter) mangelt es genau so wenig wie an Action und Spannung. Hier bekommt man wirklich reichlich, was fürs Geld geboten. 

Carnimeo entfach einen bleihaltigen Reigen, der kaum stillsteht, immer gut aussieht und mit einem schönen Score von Bruno Nicolai aufwartet. Aber das reicht natürlich nicht aus, denn wir sind in einem Italowestern und da ist das Aushängeschild vor allem der Darsteller, bzw. die Darsteller, und auch in diesem Punkt bietet SARTANA KOMMT eine ganze Menge. Über Gianni Garko als Sartana muss nicht mehr viel gesagt werden. Der Mann ist wie geschaffen für die Rolle, und mit seinem schwarz-roten Cape zeigt er sich als stilvolle Killermaschine. Gerne als Mistkerl zur Stelle: Piero Lulli (TÖTE, DJANGO, 1967), hier als Grand Full, den jeder fangen möchte. Noch viel unangenehmer ist Massimo Serato (BLUTIGER SCHATTEN, 1978) als Sheriff. Und als einzige Frau weit und breit, darf einen die wunderbare Susan Scott alias Nieves Navarro beglücken. Ansonsten gibt es ein Wiedersehen mit Sal Borgese, Luis Induni, Giuseppe Castellano und vielen anderen bekannten Gesichtern aus der Italowesternzunft.  

Schießereien am laufenden Band, sadistische und dreckige Figuren wohin das Auge blickt, Wendungen und staubige Landschaften machen SARTANA KOMMT zu einem kleinen Highlight im Gros ähnlicher Produktionen. 

(Bjoern Candidus)

←Nick the Sting, 1976 – ★★½
The Autopsy of Jane Doe, 2016 – ★★★½→

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