GHOULIES
(GHOULIES, USA, 1984, Regie: Luca Bercovici)
Pünktlich zum 17. Geburtstag erbt Jonathan Grave den Landsitz seiner Familie. Dort stößt Grave auf die Spuren der Vergangenheit seines Vaters, der sich mit teuflischen Mächten eingelassen hat, die nun seinen Sohn in ihren Bann ziehen. Bei einem Beschwörungsritual gelangen die Ghoulies, kleine Monster, in unsere Welt, um Jonathan und seinen Freunden das Leben schwer zu machen.
Der Erfolg von GREMLINS (1984) zog zahlreiche weitere Horrorfilme mit kleinen Monstern hinter sich her, wie auch GHOULIES aus Charles Bands damaliger Filmschmiede Empire.
Während die Herkunft der Gremlins im Verborgenen geblieben ist, entstammen die Monster, die hier auftauchen aus dem Dunstkreis der Hölle und haben bereits in der Pre-Titel-Sequenz während einer Schwarzen Messe einen Auftritt. Bei den Ghoulies, die von John Carl Buechler designt wurden, handelt es sich um unterschiedliche Wesen. Manche sehen wie dümmliche Kobolde aus, andere sind grün und haben grimmige Erbsenköpfe.
Und dann gibt es natürlich noch den bösen Urheber der ganzen Angelegenheit: Michael Des Barres als Malcome Grave. In seine Fußstapfen tritt dann sein Film-Sohn Jonathan Grave, dargestellt von Peter Liapis. Besonders gefreut habe ich mich über Jack Nance (ERASERHEAD, 1977), der sich zwar mit Bart tarnt, aber an seinen Augen gut zu erkennen ist. Zumindest gleichen die drei Herren den nervigen Rest der Besetzung etwas aus. Das Hauptproblem von Luca Bercovicis Regiearbeit sind nämlich die Nebenfiguren, die mit ihrem dummen Verhalten die Inszenierung stören. Nicht, dass GHOULIES einen ernsten Ton beabsichtigen würde, aber manches ist zu viel. Zum Ausgleich gibt es ja die Monster, die wenigstens ein bisschen Charme mitbringen.
Das Setting, eine heruntergekommene Villa und die Studiokulissen samt Ausstattung sorgen für eine schöne Gruselatmosphäre, die leider immer wieder vom nächsten Trottel gestört wird. Spannung sollte hier nicht erwartet werden, dafür gibt es ein paar krude Effekte.
Unter den vielen ähnlich gelagerten Filmen, die von den 80er- bis in die 90er-Jahre produziert wurden, erreicht GHOULIES gerade so das Mittelfeld.
(Bjoern Candidus)
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