NACHTSCHICHT
(GRAVEYARD SHIFT, Kanada, 1987, Regie: Jerry Ciccoritti)
Stephen Tsepes (Silvio Oliviero) ist nicht nur ein Taxifahrer, sondern auch ein Vampir. Während seiner Nachtschichten lernt er seine Opfer kennen, die in der Regel nur dann tötet, wenn sie den Geruch des Sterbens mitbringen. Als er auf die todkranke Michelle (Helene Papas) trifft, verliebt er sich in sie.
Jerry Ciccoritti hat hier einen recht stylischen Vampirfilm über einen Taxifahrer-Vampir gedreht, der vor allem durch sein düsteres Großstadt-Setting gewinnt. Allein die Idee um einen Vampir, der nur Todkranke aussaugt und tötet und als Taxifahrer arbeitet, um so an Nahrung zu kommen, gehört schon belohnt. Das Ganze wird noch mit einer Liebesgeschichte verknüpft, die ziemlich viele Figuren mitbringt. Auch wenn die Darsteller (ein mir gänzlich unbekannter Cast) manchmal etwas grenzwertig sind und die Dramaturgie etwas holprig ist, hat Ciccoritti ein paar atmosphärische Blutsauger-Momente mit Sex, Gewalt und Blut geschaffen, die manchmal etwas an eine B-Version von THE HUNGER (1983) erinnern. Auch der Score und die Songs von Nicolas Pike unterstreicht die feine 80er-Jahre-Atmosphäre, die sich von der ersten bis zur letzten Minute durchzieht.
NACHTSCHICHT hat ein paar inszenatorische Schwierigkeiten, verrät stets sein schmales Budget, aus dem Ciccorittis aber das Beste herausholt geholt hat, um zumindest einen schicken Großstadt-Taxi-Vampirfilm mit ein guten Story zu zaubern.
(Bjoern Candidus)
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