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Sartana in the Valley of Death, 1970 – ★★

DER GEFÜRCHTETE
(SARTANA NELLA VALLE DEGLI AVVOLTOI, Italien, 1970, Regie: Roberto Mauri)

Der gesuchte Lee Calloway, auf dem ein Kopfgeld von 10.000 Dollar ausgeschrieben wurde, befreit die Brüder Craig aus dem Gefängnis, um als Gegenleistung von ihrer Beute zu profitieren, die sich versteckt hält. Anfänglich scheint der Plan aufzugehen, doch die Gebrüder Craig haben gar keine Lust zu teilen.

Roberto Mauri (NACKT UNTER AFFEN, 1968) schickt den wunderbaren William Berger in den Staub, dessen Charisma hier das einzige Mittel ist, um die Inszenierung nicht ganz in der Eintönigkeit versumpfen zu lassen. Berger macht eine gute Figur, ist cool, grinst verschmitzt, aber er ist kein Hill, Nero oder Tomás Milián, die die Erde mit ihrer reinen Anwesenheit zum beben bringen. Berger als Lee Calloway ist speziell, ein Schelm, dem man nicht trauen darf. Ziemlich austauschbar und wenig charakterstark sind die Gebrüder Craig, die nicht gerade dafür sorgen, dass man sich an sie erinnert. Immerhin ist noch Luciano Pigozzi an Bord, den ich immer gerne sehe. 
Überhaupt sorgt hier nichts dafür, dass man sich an DER GEFÜRCHTETE erinnert. Visuell ist die Inszenierung wenig beeindruckend. Alles sieht fade und unspektakulär aus. Immerhin macht das recht grüne Setting etwas her, und wenn kurz ein Sturm aufzieht, zeichnet sich sowas wie Atmosphäre ab. Schießereien, Faustkämpfe und das übliche Sprücheklopfen sind kaum der Rede wert, ebenso der Score von Augusto Martelli, der sogar ins Mikro singt. 

DER GEFÜRCHTETE ist ein belangloser Italowestern aus der zweiten Klasse, der lediglich mit William Berger ein bisschen Spaß bringt.

(Bjoern Candidus)

←Taste the Blood of Dracula, 1970 – ★★½
Jack the Ripper, 1988 – ★★★★→

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