SLAUGHTERHOUSE
USA, 1987, Regie: Rick Roessler)
Gierige Geschäftsmänner und die Stadtverwaltung von Lakeside
wollen den Schlachthof von Lester und seinem degenerierten, ständig grunzenden Sohn Buddy schließen. Das passt den beiden Schmierköpfen so gar nicht in den Kram. Nach und nach werden die Beteiligten aus dem Weg geräumt. Als noch eine Gruppe von Jugendlichen ins Geschehen stolpert, heißt es: noch mehr Fleisch zum verwursten!
Regisseur Rick Roessler, der davor und danach keinen anderen Film mehr gedreht hat, hat hier einen typischen 80er-Jahre-Slasher mit Backwood-Anstrich gezimmert. Das Set-Design orientiert sich mit der Farm und den zahlreichen Tierkadavern und Schädeltrophäen stark an TEXAS CHAINSAW MASSACRE (1974), aber auch der weniger bekannter PIGS (1973) flimmert auf. So ernst ist SLAUGHTERHOUSE aber längst nicht, was schon der schlimme Big Band-Song des Vorspanns verrät. Immerhin bleibt die Inszenierung kontinuierlich dreckig und stellenweise blutig. Trotz einiger Spitzen hält man sich mit grafischer Gewalt zurück. Dafür beweist Roessler ein Händchen für düstere Atmosphäre, die er besonders im letzten Drittel entfaltet.
Weniger überzeugend sind die Antagonisten. Der Schlachter mit seinem korpulenten, ständig grunzenden Sohn mit nur einer Gehirnzelle, sind weder innovativ noch besonders furchteinflößend. Dennoch passen sie gut zur ranzigen Schweinefarm. Nicht weniger dumm ist Jungvolk, was sich zur Farm verirrt und nach und nach dezimiert wird.
SLAUGHTERHOUSE ist ein Horror-Slasher mit stumpfsinnigen Figuren, die auf gewohnte Art ableben müssen. In erster Linie kann die dichte Atmosphäre und das dreckige Farm-Set Roesslers Inszenierung über Wasser halten.
(Bjoern Candidus)
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