DIE RACHE DES PHARAO
(DAWN OF THE MUMMY, USA, 1981, Regie: Frank Agrama)
Grabräuber öffnen in der Wüste Ägyptens die Grabkammer des Pharao Safiraman, der 3000 v. Chr. beigesetzt wurde. Damit stören sie die Totenruhe und entfachen seinen Fluch, in den ausgerechnet ein Fototeam aus New York hereingerät.
Mitten in der Zombiefilm-Welle griff der Ägypter Frank Agrama auf das Mumien-Thema zurück und kombinierte beide Spielarten des Horrorfilms miteinander. Leider fehlte ihm das Talent, mit dem kleinen Budget einen vernünftigen Film zu drehen. Doch in seiner Schlechtigkeit steckt immerhin etwas Unterhaltungswert. Allein der Schauplatz (Ägypten), das Settting in der Wüste und die billigen Studio-Tempel-Kulissen bringen einen gewissen Charme mit sich. Es ist auch die Seltenheit, die das Ganze interessant macht. Sandig wurde es im gleichen Jahr mit MANHATTAN BABY (1982) von Lucio Fulci und im Folgejahr mit der OASE DER ZOMBIES von Jess Franco. Das Mumien-Thema sparen sie sich allerdings beide. Neben den großen, bekannten Filmmonstern wie Dracula oder Frankensteins Monster hatte es die Mumie immer etwas schwerer und so erfreut es mich immer, wenn sie mal wieder irgendwo auftaucht, außerhalb eines Blockbusters wie in DIE MUMIE (1999). Leider dauert es in DIE RACHE DES PHARAO gut 45 Minuten, bis sie ihren Auftritt hat und mit ihrer Armee von Untoten über ihre Opfer herfällt und ihre Rache nimmt. Davor muss man sich mit grenzdebilen Grabräubern und einer Handvoll ätzenden Männchen und Weibchen aus der Werbefotografie herumschlagen. Die dummen Figuren machen es einem nicht leicht, dran zu bleiben. Der Ausgleich kommt mit ein paar Gore-Effekten, die eher an italienische Produktionen erinnern. Diese kommen allerdings bis zum Finale nur spärlich zum Einsatz. Das Design der Mumie ist sogar recht gelungen, und auch die Zombies machen was her, und diese sind erstaunlich agil.
DIE RACHE DES PHARAO ist ein teils sehr langweiliger Horrorfilm mit dämlichen Figuren, aber einer netten Atmosphäre und ein paar blutigen Momenten, die insgesamt leider zu kurz kommen.
(Bjoern Candidus)
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