THE CURSE
(Italien, USA, 1987, Regie: David Keith)
Auf dem Grundstück eines Farmers in Tennessee stürzt ein sonderbarer Meteorit ab. Ein Wissenschaftler untersucht die Kugel, die sich kurze Zeit später in eine Art Schlamm auflöst. Plötzlich verändert sich das Gemüse von Farmer Nathan, und auch seine Tiere legen ein merkwürdiges Verhalten an den Tag. Es dauert nicht lange, bis sich auch Veränderungen bei Nathan und seiner Frau Frances zeigen, sehr zum Leid der Adoptivkinder Zack und seiner Schwester Alice.
Keine andere Story von H. P. Lovecraft wurde wohl bis heute häufiger verfilmt als „Die Farbe aus dem All“ (1939). THE CURSE, die 80er-Jahre-Version, entstand unter der Regie von David Keith, der sich neben seiner Schauspielerei auch mal als Regisseur versuchen wollte. Ursprünglich war Lucio Fulci vom italienischen Produzenten Ovidio G. Assonitis vorgesehen, doch letztlich fungierte Fulci nur als Second Unit Regisseur für die Studioaufnahmen in Rom. Für ein Debütfilm hat Keith auf jeden Fall einen soliden Horrorfilm gezaubert, der Lovecrafts Story zwar nicht ganz adäquat umsetzt, aber gut variiert und definitiv nicht verhunzt.
Der Film wurde ordentlich fotografiert und fängt das ländliche Tennessee schön ein. Doch das sommerliche Ambiente zeigt schnell die Schattenseiten, denn Nathan, der mit seiner Frau und seinen drei Adoptivkindern einen Farmbetrieb führt, ist ein äußerst unangenehmer Zeitgenosse. Seine schlechte Laune lässt er stets an seinen Adoptivkindern aus. Zack, der neben Dr. Forbes (Cooper Huckabee) die Hauptfigur verkörpert, wird von Wil Wheaton (STAND BY ME, 1986) dargestellt, der leider zu dieser Zeit nicht nur im Film, sondern auch im Privaten gelitten hat. Wheaton spielt seine Rolle ganz gut. Er muss hier die kleine Alice beschützen, die auch im echten Leben seine Schwester, Amy Wheaton, ist. Insgesamt sind die Darsteller sicherlich nicht das Aushängeschild, aber sie passen gut in den Rahmen des Ländlichen.
Die Atmosphäre ist größtenteils sehr gelungen und verdichtet sich mit zunehmender Spielzeit, um auf ein großes Spektakel zuzusteuern, was im Rahmen einer kleinen Produktion durchaus gelungen ist. Dazu kommen einige äußerst eklige Effekte, zu denen auch das Zerfließen von Menschen gehört. Im Bereich der Horror-Effekte und Masken hat man wirklich gute Arbeit geleistet, die auch der Vorlage halbwegs gerecht wird.
THE CURSE ist ein ordentlich inszenierter Horrorfilm mit schleimigen Effekten, der zu den besseren Lovecarft-Adaptionen gehört.
(Bjoern Candidus)
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