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Contamination, 1980 – ★★★½

ASTARON – BRUT DES SCHRECKENS
(CONTAMINATION, Italien, Deutschland, 1989, Regie: Luigi Cozzi)

Ein scheinbar unbemanntes Frachtschiff steuert auf den Hafen von New York City zu. Als eine Polizeieinheit das Schiff untersucht, stößt man auf die grausam zugerichteten Leichen der Crew, die noch einen Tag vorher einen Logbucheintrag hinterlassen hat. Aber es ist noch etwas Sonderbares auf dem Schiff: mit Schleim gefüllte Eier, der jedes Leben zum explodieren bringt, was mit dem Glibber in Berührung kommt. In einem Forschungszentrum sind die Wissenschaftler sich einig, dass die Eier nicht von der Erde stammen. Über den Astronauten Ian Hubbard, der auf einer Marsmission ähnliche Eier entdeckt hat, finden Colonel Stella Holmes und Lt. Tony Aris schließlich eine Spur, die zu einer Kaffeeplantage nach Südamerika führt.  

Dass ALIEN (1979) für ASTARON – BRUT DES SCHRECKENS Pate gestanden hat, liegt klar auf der Hand, und Luigi Cozzi hat auch nie einen Hehl daraus gemacht. Doch in erster Linie sind es nur die Eier, ihre explosive Wirkung und das Mutter-Alien, was an Ridley Scotts Klassiker erinnern, denn die Story weicht dann doch sehr ab, zumal man sich, abgesehen von einer kurzen Szene auf dem Mars, auf der Erde befindet und auch im weiteren Verlauf der Handlung keine großartigen Überschneidungen stattfinden. Das Auftauchen eines Schiffes vor New York, was das Unheil mitbringt, erinnert natürlich auch sehr stark an Fulcis WOODOO – SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES (1979), während die Eier, die auf die ganze Welt verstreut werden sollen, Erinnerungen an DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN (1978) erwecken. 

Im kopieren und neu interpretieren, waren die Italiener Meister, und so verhält sich auch Cozzi, der zwei Jahre vorher mit dem kunterbunten STAR CRASH auf den Erfolgszug von KRIEG DER STERNE (1977) aufsprang. Mit ASTARON – BRUT DES SCHRECKENS liefert er dagegen alles für den Freund des Horrorkinos jener Tage. Dementsprechend fließt hier literweise Blut und es explodieren Körper, die sich in alle Richtungen verteilen. Manche Effekte sehen etwas sonderbar aus, aber im großen Ganzen funktionieren sie. Sehr gelungen ist auch das einäugige Mutter-Alien, was einen im letzten Drittel anglotzt. Die ganze Inszenierung ist recht beklemmend und durchzogen von einer düsteren Atmosphäre. Dass sich die Story dann zunehmend kruder entwickelt, mag dem ein oder anderen sicher aufstoßen, aber damit muss man, gerade im italienischen Genrekino, leben. 

Unter den Darstellern befindet sich Ian McCulloch als Commander Ian Hubbard, der hier sein Mars-Trauma zu bewältigen hat. Louise Marleau gibt als Colonel Stella Holmes den Takt an, während Marino Masé als Lt. Tony Aris zur Seite steht. Nur kurz im Bilde: Carlo De Mejo als als Agent Young. Deutsch wird es auf der Kaffeeplantage, wo man auf Siegfried Rauch und Gisela Hahn als Hamilton und Perla de la Cruz trifft. Zu viel sollte man von der Besetzung nicht erwarten, aber es gibt ja genügend Dinge, die von ihr ablenken, z.B. auch der tolle Score von Goblin. 

Männer in Seuchenschutzanzügen, grüne Glibbereier, zerfetzte Körper ein Zyklopen-Alien und eine dichte Atmosphäre machen ASTARON – BRUT DES SCHRECKENS zu einem gelungenen Beitrag aus der golden Ära des italienischen Horrorkinos, der neben Filmen wie WOODOO – SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES oder ASPHALT KANNIBALEN steht, auch wenn er nicht ganz mithalten kann. Und wer danach noch mehr Alien-Spaß auf der Erde will, schaut sich ALIEN – DIE SAAT DES GRAUENS KEHRT ZURÜCK (1980) an. 

(Bjoern Candidus)

←Seizure, 1974 – ★★
The New Godfathers, 1979 – ★★★½→

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