ASTRAL FACTOR
(976 – EVIL II, USA, 1991, Regie: Jim Wynorski)
Auf seiner Reise mit dem Motorrad trifft Spike auf Robin, die Visionen von einem Serienmörder hat, der in Kontakt mit dem Teufel steht. Obwohl Mr. Grubeck, der mörderische Dekan einer Schule, längst hinter Gitter sitzt, kann er mittels Telefon mit dem Teufel kommunizieren, die Zelle verlassen, weitere Morde verüben und Robin terrorisieren. Doch er hat die Rechnung ohne Spike gemacht, der sich mit teuflischen Mächten bestens auskennt.
Es war schon immer möglich, selbst dem schlechtesten Horrorfilm eine Fortsetzung zu spendieren. Nicht, dass 976 – EVIL (1988) ein schlechter Film ist, aber eine Fortsetzung hatte er wahrlich nicht nötig gehabt. Mit ASTRAL FACTOR bekommt er dennoch eine Fortsetzung, diesmal unter der Regie von Jim Wynorski, in der erneut Patrick O’Bryan als Spike auftaucht, aber kaum auf das Erlebte im Vorgänger eingeht. Er erweckt zumindest etwas mehr Eindruck als im Vorgänger und hat hier wenigstens keinen Stephen Geoffreys an seiner Seite. Sein Augenmerk gilt Robin, die von Debbie James verkörpert wird, die von Mr. Grubeck verfolgt wird. Dieser wird von René Assa verkörpert, der leider keine gute Wahl war. Sein Auftreten gleicht einem schmierigen Vertreter, der sich als Freddy Krueger versucht und gnadenlos scheitert.
Was man dem Film zugutehalten muss ist seine Betonung auf Action und Effekte, die allerdings kaum überzeugen, aber von der teils wirren Inszenierung etwas ablenken können. Zwischendurch kommt es allerdings auch immer wieder zu fürchterlich langweiligen Dialogen zwischen den hölzernen Figuren, die jeden Ansatz von Spannung verpufft lassen. Da helfen weder Verweise an NIGHTMARE ON ELM STREET (1984), SHOCKER (1989) und NIGHT OF THE LIVING DEAD (1968) noch ein Gastauftritt von Brigitte Nielsen als Besitzerin einer Okkult-Buchhandlung.
ASTRAL FACTOR ist weit entfernt von Robert Englunds Regie-Debüt 976-EVIL (1988), was sich durch skurrile Einfälle, gute Effekte und einer dichten Atmosphäre auszeichnen konnte, was hier alles nicht vorhanden ist.
(Bjoern Candidus)