BILLY THE KID VS. DRACULA
(USA, 1966, Regie: William Beaudine)
Graf Dracula reist mit einer Postkutsche durch den Wilden Westen, wo er Halt an einer Ranch macht, wo er auf die schöne Betty stößt, bei der er sich als ihr Onkel James Underhill ausgibt. Sein Gemach findet der Graf in einer alten Silbermine, in die er gerne mit Betty wohnen möchte. Doch da ist noch Billy the Kid, der ebenfalls Interesse an Betty hat.
Cowboys, Indianer und Graf Dracula serviert hier der sehr fleißige William Beaudine (JESSE JAMES MEETS FRANKENSTEIN‘S DAUGHTER, 1966) und kombiniert auf charmante, wenn auch reichlich naive Art, den Western mit dem Horrorfilm.
John Carradine sieht als Dracula mit Cape, Zylinder, roter Fliege, Schnurr- und Kinnbart mehr aus, wie der lustige Bruder von Coffin Joe. Den Namen Dracula trägt der Vampir nur auf dem Cover, und im Film erfährt man nur seinen Decknamen „James Underhill“. In eine niedliche (Stoff-)Fledermaus kann er sich auch verwandeln. Den berühmt-berüchtigten „Billy the Kid“ verkörpert Chuck Courtney, der ziemlich blass und ausdruckslos daherkommt. Etwas mehr Auflockerung kommt da mit den Nebenfiguren herein, z.B. mit einem alten deutschen Ehepaar, was auswandert.
Alles in allem ist BILLY THE KID VS. DRACULA eine spaßige Angelegenheit, die sehr soft und spannungsarm daherkommt, aber durch seine schrullige, komische Art ein unterhaltsamer Sonderling im Vampirfilm darstellt.
(Bjoern Candidus)
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