HEXENHAUS
(DEAD DUDES IN THE HOUSE, USA, 1989, Regie: James Riffel)
Eine Gruppe Jugendlicher will ein altes Landhaus renovieren, auf dem angeblich ein Fluch liegt. Als eine alte dämonifizierte Frau auftaucht, wird das Haus zur Todesfalle.
Auch wenn James Riffels DTV-Splatter-Horrorfilm keine Innovationen bietet (von einer fiesen Dämonen-Oma, die von einem Mann gespielt wird, mal abgesehen), serviert er doch handwerklich einen recht soliden Film, der es natürlich in erster Linie darauf abzielt, Gore-Effekte zu zeigen. Und die haben es teilweise auch in sich und erinnern an Filme wie EVIL DEAD (1981). Aber der Gore ist nicht das Einzige, was an Raimis Splatter-Klassiker erinnert. Das Haus in der Abgeschiedenheit des Waldes und die Figuren runden das Bild ab. Bei den Darstellen hakt es manchmal etwas, doch insgesamt schlagen sie sich ausreichend genug und sind weniger nervig als viele andere in ähnlich gelagerten Produktionen. Dennoch sind hier die größten Schwächen zu finden.
Man erkennt deutlich die Liebe von Riffel für sein HEXENHAUS, der freundlicherweise im Rahmen des Troma-Katalogs aufgenommen wurde, wo er auch ganz gut rein passt. Seine darstellerischen Defizite gleicht Riffel durch ein paar atmosphärische und sogar spannende Momente aus, die leider insgesamt zu kurz kommen. Immer wieder spielt sich auch unfreiwillige Komik mit rein, die die Inszenierung manchmal zum schwanken bringt.
Unter dem Strich ist HEXENHAUS ein gutgemeinter Horrorfilm, der vor allem Gore-Fans bedient. Wer auf Filme wie EVIL DEAD, RABID GRANNIES (1988), GHOSTHOUSE (1988) oder DEMON WIND (1990) steht, kann hier einschalten.
(Bjoern Candidus)
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