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Masters of the Universe, 1987 – ★★½

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

MASTERS OF THE UNIVERSE
(USA, 1987, Regie: Gary Goddard)

Der finstere Skeletor hat sein Ziel fast erreicht und hat Castle Grayskull eingenommen und die Vorbereitungen für die komplette Versklavung der Bewohner von Eternia eingeleitet. Doch eine Sache fehlt ihm noch: der kosmische Schlüssel, der ihm die Macht über das ganze Universum verleiht. Doch Skeletor hat die Rechnung ohne He-Man und seine Freunde gemacht. Mit Hilfe des kosmischen Schlüssels, den der Zwerg Gwildor gebaut hat, können He-Man und seine Freunde gerade noch aus den Händen Skeletors entkommen, und zwar geradewegs zur Erde.

Wie es bei bekannten Stoffen gerne der Fall ist, ist der Weg zu einer Filmadaption oft weit und kompliziert, so auch bei MASTERS OF THE UNIVERSE, der am Ende von Cannon in die Welt geblasen wurde. Für die Produktionsgeschichte soll hier keine Zeit sein, sondern lediglich für meine aktuelle Meinung über einen Film, den ich seit Ende der 80er-Jahre kenne. 

Der Auftakt auf Eternia mit Skeletor, der Castle Grayskull eingenommen hat und dabei ist, sich ganz Eternia unter den Nagel zu reißen, ist schön düster inszeniert und erinnert durch das Wüstensetting und dem Matte Painting von Grayskull an das Fantasy-/ Endzeit- / Scifi-Kino jener Tage. Vor allem STAR WARS blickt hier immer wieder durch. Skeletor erinnert mit seiner Armee von Robotern stark an Darth Vader. Der Eindruck verstärkt sich, wenn er seine vier „Kopfjäger“ auf He-Man und seine Freunde hetzt, um den „kosmischen Schlüssel“ an sich zu reißen. Der Verzicht von Orko (aus dem Zaubrland) soll mit Gwildor ausgeglichen werden. Ein ätzender Zwerg, der sich als Mischung aus Yoda und Hoggle (LABYRINTH, 1986) präsentiert. Das Fehlen von vielen der beliebten Figuren aus der Spielzeug-Linie und der Zeichentrickserie ist das größte Manko. Von den bekannten Figuren sind lediglich He-Man, Skeletor, Teela, Evil-Lyn, Beastman, Man-at-Arms und die Sorceress an Bord. Ebenso weicht die bunte Kulisse von Eternia einem öden Moloch. Dass man dann die Erde als Hauptschauplatz auserkoren hat, ist ein weiterer Tiefschlag. 

Dolph Lundgren als He-Man (es gibt keine Zurückverwandlung in Prinz Adam) wirkt eigentlich ganz gut. Der fade, völlig einseitige Gesichtsausdruck von Lundgren passt wie die Faust aufs Auge der langweiligsten Figur von Eternia. Ein bisschen mehr Charisma kommt von Jon Cypher als Man-at-Arms, aber auch der bleibt hinter den Erwartungen zurück. Sehr öde wird es mit Teela, die von Chelsea Field verkörpert wird. Die drei von der Erde stammenden Figuren sind Julia, die von der schönen Courteney Cox dargestellt wird, an deren Seite der langweilige Robert Duncan McNeill als Kevin steht. Ganz nett ist hingegen der Auftritt von James Tolkan als Detective Lubic. Weitaus mehr Aufmerksamkeit kann Frank Langella als Skeletor auf sich ziehen. Das Outfit und sein Make-up machen ordentlich was her. Ihm hört und sieht man gerne zu, was auch für Meg Foster als Evil-Lyn gilt. Mit Foster liegt man goldrichtig, und man muss ihr nur in die Augen schauen, um es festzustellen. Neben ihnen versammeln sich die vier Schergen Skeletors, die mit Evil-Lyn auf die Erde reisen. Die beliebte Figur des Beastman ist zwar dabei, bekommt aber nicht mehr Aufmerksamkeit als die (neu erfundenen) Blade, Saurod und Karg. Die Masken und Kostüme sehen gut aus, doch das dümmliche Verhalten der Figuren nehmen ihnen jegliche Ernsthaftigkeit. 

Was hier wirklich gelungen ist sind die Designs, die unter der Mitwirkung von Jean ‚Moebius‘ Giraud entstanden sind. Die Kostüme, die Waffen, die Raumschiffe usw. sehen sehr gut aus, und in diesem Punkt war ich nie enttäuscht, dass man sich von der Zeichentrickserie entfernt hat. Die Ästhetik ist eine völlig andere, und hätte es hier eine spannende Geschichte gegeben, mit Figuren, die einen mitnehmen, wäre MASTERS OF THE UNIVERSE auch ein weitaus besserer Film geworden. 

(Bjoern Candidus)

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