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Hands of Steel, 1986 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

PACO – KAMPFMASCHINE DES TODES
(VENDETTA DAL FUTURO, Italien, 1986, Regie: Sergio Martino)

Paco, ein ehemaliger Soldat, der nun halb Mensch, halb Maschine ist, bekommt den Auftrag, den Oppositionellen Reverend Moseley zu töten, der das Volk gegen das diktatorische System der Foundation aufhetzt. Als Paco den Auftrag ausführen will, kommt es in ihm zu einem Konflikt, der seine menschliche Seite, die nahezu ausgelöscht schien, wieder aktiviert. Statt den Reverend zu töten, setzt Paco zur Flucht an und begibt sich Richtung Arizona, wo er aufgewachsen ist. Die Männer der Foundation sind hinter ihm her, um ihn auszuschalten. 

Neben zahlreichen Barbaren- und Endzeitfilmen, die in den 80er-Jahren in Italien produziert wurden, reagierte man auch auf Action- und Science-Fiction-Filme wie TERMINATOR (1984). Camerons Einfluss ist in Sergio Martinos Regiearbeit PACO – KAMPFMASCHINE DES TODES nicht zu übersehen, ebenso das schmale Budget, was aber gut verteilt eingesetzt wurde. 

Die flache Story vergisst man schnell aufgrund der zügigen Inszenierung, die einige gute Bekannte bereit hält, die PACO auf darstellerischer Seite zumindest in sichere Bahnen lenkt. Man darf sich auf Janet Agren, Claudio Cassinelli, John Saxon, George Eastman und Donald O‘Brien freuen. Etwas weniger erfreulich ist Daniel Greene als Kampfmaschine Paco Queruak, der sehr hohl daherkommt, aber zumindest bemüht scheint, das Gegenteil zu beweisen. Aber selbst seine hölzerne Art macht auf gewisse Weise Spaß, denn im Zusammenspiel mit den oben genannten Darstellern, funktioniert sie halbwegs. 

Auch an Action mangelt es nicht. Diese zeigt sich in Handkämpfen, Schießereien und Hubschrauberangriffen, die mal mehr, mal weniger gut inszeniert wurden. In PACO verbringt man viel Zeit in der Wüste von Arizona, was einen im Zusammenhang zu der Eröffnungs-Szene, in der es um Armut, Obdachlosigkeit, Sucht und Umweltverschmutzung in den Großstädten geht, wieder ein Stückweit in Richtung Endzeitkino führt. Ein ganzer Waldstrich, der von saurem Regen ausgelöscht wurde, ist ebenfalls ein Indiz dafür, dass es hier rapide bergab geht. Solche Themen kommen freilich nur am Rande auf, denn in erster Linie ist PACO ein stumpfer Actionfilm mit Science-Fiction-Elementen, der schnell Kohle in die Kasse spülen sollte. 

PACO überschattet leider auch eine tragische Geschichte, denn Claudio Cassinelli, der hier den Auftragskiller Peter Howell spielt, kam während der Dreharbeiten ums Leben. Beim allmorgendlichen Flug mit dem Helikopter vom Hotel zum Set, hat der Pilot die Kontrolle verloren und ist mit den Rotorblättern in eine Brücke geraten. 

PACO ist ein handwerklich solider, gut besetzter Cyborg-Action-Mix, der auf seine einfache Art unterhält. 

(Bjoern Candidus)

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