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Child’s Play, 2019 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

CHILD‘S PLAY
(USA, 2019, Regie: Lars Klevberg)

Andy wünscht sich einen Buddi, eine digital gesteuerte Puppe, die lernfähig ist. Da seine Mutter nicht das Geld aufbringen kann, Andy einen Buddi zu kaufen, schmuggelt sie ein defektes Modell aus dem Spielzeuggeschäft, in dem sie arbeitet. Nichts ahnend, welchen Defekt die Puppe hat, aktiviert Andy seinen Buddi, was er schnell bereuen wird. 

Nach sieben CHUCKY Filmen war ein Reboot oder Remake nur eine Frage der Zeit. Mit Lars Klevbergs CHILD‘S PLAY hat man es aber mehr mit einer Neuinterpretation zu tun, die sich an der Technik der Zeit orientiert, was erst mal keine schlechte Idee ist. Doch wenn an einem Chucky-Film Chucky selbst das größte Problem ist, wird es kompliziert. Der neue digitale Background um eine Puppe mit Computerchips, die komplett per Smartphone aktiviert werden kann und lernfähig ist, geht soweit klar, aber das Erscheinungsbild von Buddi, bzw. Chucky, ist derart ätzend, dass ich kaum hingucken konnte. Die Puppe selbst ist animatronisch, ihre Gesichtszüge sind hingegen digitale entstanden, die Chucky aussehen lassen, als würde er ständig mit einer Bratpfanne verprügelt. Statt sich auf schlechte Art dem originalen Chucky-Design anzunähern, hätte man hier optisch direkt einen eigenen Weg gehen sollen. Aber immerhin verhält sich Chucky ähnlich fies wie in der Hauptreihe, so, dass sich meine Kritik in erster Linie nur auf die optische Darstellung bezieht. Sehr gelungener ist der Filmlook. Es gibt viele atmosphärische Szenen, die gut ausgeleuchtet wurden und die Produktion wertig erscheinen lassen. Auch das Tempo weiß zu gefallen. Klevberg hält sich nicht lange auf und bringt Chucky, nach einer kleinen Vorstellung der Hauptfigur Andy, zurück, damit er blutig zur Tat schreiten darf. Damit hält er sich allerdings anfangs noch zurück. Dieser Chucky ist vor allem darauf bedacht, seinen kleinen Freund Andy zu beschützen, was natürlich schnell zu Missverständnissen führt. Chucky will z.B. die Katze von Andy erwürgen, weil sie Andy gekratzt hat. Und wohin es führt, dass Andy den Lover seiner Mutter nicht ausstehen kann, liegt auf der Hand. In Sachen Gore gibt es ein paar recht saftige Szenen, die Chuckys kreative Art des Tötens erneut unterstreichen. 

Unter den Darstellern gibt es vor allem junge Leute, die sich gegen die Killerpuppe zu Wehr setzen müssen. Mit seinen gerade mal 15 Jahren hinterlässt Gabriel Bateman, der Andy verkörpert, einen ganz guten Eindruck. Ein Prise STRANGER THINGS ist also auch noch mit drin, was zu CHILD‘S PLAY durchaus passt. 

CHILD‘S PLAY ist keine Offenbarung, aber als alternativer Chucky-Film funktioniert er insgesamt ganz gut und ist qualitativer als manch ein Teil der Originalreihe. 

(Bjoern Candidus)

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