Zum Inhalt springen
  • Startseite
  • Episoden
  • Rezensionen
  • Über uns
  • Wo Ihr uns findet
  • Kontakt

Darkroom, 1989 – ★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DARKROOM
(USA, 1989, Regie: Terence O’Hara)

In einer kalifornischen Vorstadtsiedlung kommt es zu einer Reihe brutaler Morde, bei denen der Killer die weiblichen Opfer in ihrem Todeskampf fotografiert. Seine nächsten Opfer findet er in einer Familie, doch die ist bereit, es mit dem Killer aufzunehmen. 

1989 war die große Zeit des klassischen Slashers eigentlich längst vorbei. Fast jede denkbare Variante war bereits durchgespielt, und typische Versatzstücke tauchten zunehmend in Thrillern oder anderen Genremischungen auf. DARKROOM von Terence O’Hara, produziert von Nico Mastorakis, ist ein ziemlich gutes Beispiel dafür. Jedoch leider kein gutes Beispiel dafür, wie man daraus noch etwas Spannendes macht. Statt des stereotypen maskierten Killers setzt der Film auf einen unbekannten Täter, den man nur bruchstückhaft sieht. Mal ein Arm, mal ein Bein, was ein wenig an den Giallo erinnert. Der Hang des Killers, seine Opfer zu fotografieren, während sie sterben, hat man hingegen bei PEEPING TOM (1960) entnommen.

Die Story ist also abgedroschen, die Inszenierung träge und praktisch alles hat man irgendwo schon besser gesehen. Die Darsteller überzeugen ebenso wenig, sind sonderbar verkrampft oder agieren oft hölzern. Das Schlimmste ist aber die Frisur von Steve (Jeff Arbaugh), die wie ein riesiger Helm aussieht, der als Mahnmal für schreckliche 80er-Jahre-Styles steht. 

Die Fotografie ist soweit solide, aber Atmosphäre will nicht recht aufkommen, da vieles viel zu hell ausgeleuchtet wurde, und die idyllische Vorstadtsiedlung als Kulisse wurde auch nicht groß genutzt, stattdessen konzentriert man sich in erster Linie auf langweilige Räume, in denen ein 08/15-Slasher spielt. Auch die Effekte reißen nichts heraus. Hätte man sich wenigstens im Gore-Bereich etwas Mühe gegeben, hätte man aus DARKROOM vielleicht noch etwas ziehen können, doch selbst da bleibt der Film blass. Das Gelungenste ist eigentlich die (von Mastorakis inszenierte) Titelszene, in der man die Credits auf Foto-Negative präsentiert bekommt. 

DARKROOM ist ein typischer DTV-Vertreter jener Jahre, und man sieht es in jeder Pore. Von Schauwerten ist diese Nico Mastorakis-Produktion leider befreit. 

(Bjoern Candidus)

←The Time Travelers, 1964 – ★★★

Kommentare

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

  • Darkroom, 1989 – ★★

    10. September 2026
  • The Time Travelers, 1964 – ★★★

    8. September 2026
  • River’s Edge, 1986 – ★★★★

    7. September 2026
  • White Star, 1983 – ★★★★½

    5. September 2026

Impressum · Datenschutzerklärung · © 2026 Antenne Traumstadt