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The Nest, 1987 – ★★½

THE NEST
(USA, 1987, Regie: Terence H. Winkless)

Die idyllische Küstenkleinstadt North Port wird von aggressiven Kakerlaken überrannt. Sheriff Tarbell und Elizabeth Johnson, die Tochter des Bürgermeisters, gehen der Sache auf die Spur, um eine Ursache für das mörderische Verhalten zu finden, was bereits erste Menschenopfer gefunden hat.

THE NEST von Terence H. Winklessist lange Zeit ein typischer Tier-Horrorfilm, der in einer kleinen Stadt angesiedelt ist, in diesem Fall auf einer Insel. North Port beheimatet bekannte Klischeefiguren, und leider sind mir diese schnell auf die Nerven gegangen, da manche von ihnen zu überzeichnet wurden. Lisa Langlois als Elizabeth Johnsonbildet da eine goldene Ausnahme. Der Film will stellenweise witzig sein, aber der Humor ist unpassend und trübt das Gesamtbild. Die erste Hälfte ist sehr zäh und besteht aus viel Gerede. Was den Horror angeht, muss man sich lange Zeit mit abgenagten Tierkadavern oder Kotspuren zufriedengeben, die schließlich zu Kakerlaken führen, die ihr Nest auf der Insel haben. Im 70er-Jahre-Tier-Horrorkino hätte im Vergleich der langsame Aufbau wunderbar funktioniert.

Bei den Kakerlaken handelt es sich nicht um gewöhnliche Kakerlaken, sondern um genetisch veränderte, was dazu führt, dass THE NEST in der zweiten Filmhälfte auch zu einem Creature Feature wird, was einen herkömmlichen Tier-Horrorfilm zurücklässt. Die Kakerlaken sind in der Lage ihre Opfer zu befallen und sie mutieren zu lassen, z.B. in eine Schabenkatze. In den Monster-Szenen wird Winkless Film zu einem kleinen THE THING (1982) mit gelungenen Animatronics und Latex-Masken, die unerwartet ins Geschehen platzen. Doch auch in diesen Momenten sind es die Figuren, die mir den Spaß verdorben haben.

THE NEST ist handwerklich ein solider Horrorfilm mit einigen blutigen Momenten und gelungen Spezialeffekten, doch der langsame Aufbau und die überzeichneten Figuren mildern den Unterhaltungswert.

(Bjoern Candidus)

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