BODY MELT
(Australien, 1993, Regie: Philip Brophy)
Eine kleine Stadt in Australien wird der neue Sitz der Firma Vimuville, die dort eine neue Vitaminpille testen will. Die Pillen wirken, jedoch nicht so wie sie sollen, denn die Testpersonen fang an, sich aufzulösen.
Die australische Produktion BODY MELT von Philip Brophy darf nicht nur als Antwort auf BRAINDEAD (1992) verstanden werden, sondern wurde auch von Bob McCarron unterstützt, der Jacksons Film in den Olymp des Gekröses gehoben hat. Einige Jahre vorher hat er auch bei dem empfehlenswerten RAZOBACK (1984) gearbeitet. Die Splatter-Effekte sind auf hohem Niveau, auch wenn man sich nicht so austobt wie bei BRAINDEAD. Auch der schräge Humor und die überzeichneten Figuren kommen einem bekannt vor. Hier steht und fällt der Film mit der Gunst des Zuschauers. Wer auf solche Überzeichnungen nicht kann, wird hier kein Vergnügen finden. Troma oder Freunde von Filmen wie STREET TRASH (1987) können also beruhigt einschalten und sich berauschen lassen. Es gibt viele Details; an Ideenreichtum und Kreativität mangelt es nicht, dazu ist auch die Story nett. Die Kombination aus Mad Scientist- und Fun-Splatter-Horrorfilm geht jedenfalls größtenteils auf. Der Score stammt von Regisseur Philip Brophy selbst, der durch diverse Techno-Tracks ergänzt wurde. Ungewöhnlich Musik für solch einen Film, aber wir befinden uns hier in den 90er-Jahren, und da passt das.
Nacktes Fleisch, knallige Farben, 90er-Ästhetik-Verbrechen, durchgeknallte Figuren und comicartige Splatter-Effekte machen BODY MELT zu einem unterhaltsamen Spaß.
(Bjoern Candidus)
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