VAMPIRE NATION: BADLANDS
(THE STAKELANDER, USA, 2016, Regie: Dan Berk, Robert Olsen)
Martin und Peggy haben ihren Weg nach New Eden gefunden und ein Kind gezeugt. Doch eine Horde Vampire unter der der weiblichen Führung von Mother, tötet Martins Frau und seinen Sohn. Er schwört Rache, und um diese zu bekommen, sucht er seinen Freund Mister im Süden des Landes.
Fiel der Vorgänger von Jim Mickle aus dem Jahr 2010 noch durch Zurückhaltung auf, gehen Dan Berk und Robert Olsen eindeutig einen anderen Weg, der mir weniger gefallen hat. Positiv ist zwar, dass die beiden Darsteller Connor Paolo und Nick Damici wieder als Martin und Mister unterwegs sind, doch leider entweicht ihnen hier die Sympathie, die 2010 noch vorhanden war. Das kann man natürlich mit der Charakterentwicklung ihrer Figuren erklären, aber mit denen muss man sich in so einem Film auch wohlfühlen, und genau daran scheitert die Fortsetzung. Das bezieht sich im übrigen auch auf alle anderen Figuren, die hier auftauchen. Hier reist nichts und niemand mit. Dass mir die Vampire hier genauso wenig gefallen, wie im Vorgänger, ist kein Problem, nur sind sie hier präsenter, um mich zu nerven. Auch die Sekte ist zurück, und weitere Schergen warten in einer Art Bartertown (MAD MAX 3, 1985) für Arme. Statt sich, wie Jim Mickle, auf die Figuren zu konzentrieren, liegt der Fokus hier auf mehr Action, mehr Gewalt und weniger Gefühl. Da rettet auch nicht der Score von Redding Hunter, der Jeff Grace kopieren will.
VAMPIRE NATION: BADLANDS ist ein schlechtes Beispiel für eine Fortsetzung, der ich die Idee, einen anderen Weg zu gehen, nicht vorwerfe, nur leider ist das Ergebnis enttäuschend geworden.
(Bjoern Candidus)
Schreibe einen Kommentar