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Missing in Action 2: The Beginning, 1985 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

MISSING IN ACTION 2 – DIE RÜCKKEHR
(MISSING IN ACTION 2 – THE BEGINNING, USA, 1985, Regie: Lance Hool)

Während des Vietnamkriegs gerät Colonel Braddock und seine Männer bei einem Hubschrauberabsturz in Gefangenschaft des Vietkong. Zehn Jahre lang werden sie unter den sadistischen Händen von Kommandant Yin gedemütigt, gefoltert und als Arbeiter versklavt. Doch dann ergreift Braddock eine Chance zu fliehen, um mit tödlicher Gewalt zurückzukommen, um seine Männer zu befreien.

Der zweite Teil um Chuck Norris in Vietnam ist aus der Produktionschronologie eigentlich der ältere Film, und der Originaltitel MISSING IN ACTION 2 – THE BEGINNING macht auch viel mehr Sinn als der deutsche DIE RÜCKKEHR – Zusatz. Einst fiel die Produktion durch ein Testpublikum durch, als dann MISSING IN ACTION (1984) ins Kino kam und ein großer Erfolg wurde, brachte man MISSING IN ACTION 2 als Prequel ins Kino, allerdings mit weniger Erfolg.

Im Grunde bietet Lance Hool das Gleiche, was auch Joseph Zito beim „Vorgänger“ geboten hat: feurige Action und Gewalt im Dschungel von Vietnam. Und darauf kann sich die Inszenierung ausruhen, denn beides geschieht auf handwerklich solider Basis, zudem wurde der Film gut fotografiert und lebt auch von seiner dichten Naturkulisse, die für die nötige Atmosphäre sorgt. Gedreht wurde in Mexiko und auf der karibischen Insel St. Kitts. Grausamkeiten vor schönen Bäumen, Feldern und Flüssen und Wasserfällen mit Hängebrücken sind einem gewiss. Dass der Film inhaltlich nicht viel zu bieten hat, außer dass ein comicesker Bösewicht ein falsches Geständnis aus Colonel Braddock herausfoltern will, ist eigentlich vollkommen egal. Das Action Kino der 80er-Jahre braucht keine großen Geschichten, um zu unterhalten. Ein wirkungsvoller Darsteller ist da mehr von Nöten, und Chuck Norris hat genau den Nerv der Zeit getroffen. In einer Reihe mit Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone, hat sich auch ein Chuck Norris sein Plätzchen verdient. Zugegeben, ich habe noch nicht allzu viele Filme mit ihm gesehen, aber hier erscheint er auffällig unauffällig, fast geerdet. Im Gegensatz zu dem völlig mit Klischees überzogenen Antagonisten Yin, dargestellt von Soon-Tek Oh, bleibt Norris auf dem Boden, zumindest lange Zeit. Schön ist auch der Auftritt von Steven Williams als Überläufer Nester, was man zu seinem Auftritt in JASON GOES TO HELL (1993) nicht sagen kann. Die erste Hälfte des Films konzentriert sich auf die allgemeine Stimmung im Camp, auf die sadistischen Methoden von Yin und Mannen und natürlich auf Colonel Braddock und Co. Ab der zweiten Hälfte geht’s dann richtig los: Leute werden erschossen, mit Flammenwerfern geröstet
Faustkämpfe und Hinrichtungen finden statt. Die durchaus drastischen Darstellungen von Folter (Sack mit Ratte über dem Kopf) oder Töten durch Verbrennen wurden sehr wirksam inszeniert.

MISSING IN ACTION 2 spart sich keine Klischees des oft fragwürdigen Krieg-Actionfilms jener Tage, aber er ist ein gut inszenierter und kurzweiliger Beitrag.

(Bjoern Candidus)

←Missing in Action, 1984 – ★★★½
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