OUTCAST – DER TEUFELSPAKT
(OUTCAST, Kanada, 1990, Regie: Roman Buchok)
Der geistig etwas zurückgebliebene Henry, der von seinem geistlichen Stiefvater stets geschlagen und gezüchtigt wurde, flüchtet vom Land in die Stadt. Ohne Geld und Würde schleppt er sich durch die Straßen und lässt sich von Cops schikanieren. Als er sich von ein paar üblen Typen zu einem Einbruch animieren lässt, wird er auf frischer Tat ertappt und verhaftet. 2 Jahre später kommt er aus dem Gefängnis und begegnet einem mysteriösen Mann, dem er vor Jahren schon mal begegnet ist. Der Mann, der scheinbar der Handlanger des Teufels ist, wenn nicht sogar der Meister höchstpersönlich, bestimmt Henry als den Sohn der Hölle, der nun auf der Erde wandelt, um zu tun, was ihm beliebt. Rache und Mord steht ab sofort auf Henrys Tagesplan.
Die kleine DTV-Produktion aus Kanada, die unter der Regie von Roman Buchok entstand, ist sicher gut gemeint. Auch wenn die Story hanebüchen klingt, funktioniert sie im Rahmen der Inszenierung. Zumindest schafft es Buchok sich dem dreckigen und düsteren Anstrich der Großstadt zu Nutze zu machen. Außerdem bekommt der Gore-Freund n regelmäßigen Abständen Blutiges serviert, was sich durchaus sehen lassen kann.
Das Hauptproblem sind die Darstellern, vor allem John Tench als Henry, der z.B. in Serien wie ERBEN DES FLUCHS oder KRIEG DER WELTEN Auftritte hatte. Er schießt mehr als einmal über das Ziel hinaus. Anderseits ist seine Performance aber auch so durch, dass sie mich köstlich unterhalten hat.
OUTCAST – DER TEUFELSPAKT ist ein angeranzter Okkult-Slasher mit irrsinniger Story, der statt auf Spannung lieber auf Gore setzt. Ein Film wie EVILSPEAK (1981) sei an dieser Stelle eher zu empfehlen.
(Bjoern Candidus)
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