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Cameron’s Closet, 1988 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

CAMERON
(CAMERONS CLOSET, GB, USA, 1988, Regie: Armand Mastroianni)

CAMERON ist ein kleiner Fantasy-Horrorfilm, der auf geschickte Art Themen wie übersinnliche Phänomene, Familienprobleme, Dämonen-Horror und Krimi-Elemente miteinander verknüpft.
Protagonist des Films ist ein Junge, was nichts ungewöhnliches im Horror-Kino jener Tage war; ein Jahr vorher nahmen gleich zwei Jungs in THE GATE den Kampf gegen Mächte aus der Unterwelt auf.

Und so startet der Film auch direkt mit Cameron, einem Jungen, der telekinetische Fähigkeiten besitzt. Cameron wohnt bei seinem Vater, da die Mutter das Weite gesucht hat. Der Vater setzt sich mit Dämonen auseinander und will seinen Sohn mit einem Messer (oder Machete) von der übersinnlichen Macht befreien, die ihn umgibt, seit er eine kleine Maya-Skulptur gefunden hat. Wie Gregory Peck in DAS OMEN (1976) scheitert auch hier der Vater, der anstelle seines Sohnes stirbt. Cameron zieht zu seiner Mutter und ihrem neuen Liebhaber Bob, einem ekligen Typ, der den Jungen hasst. Cameron ist unerwünscht, aber immerhin hat er ein typisches Kinderzimmer mit Dinosaurier-Bettwäsche, Bällen und Spielzeug, was sofort Erinnerungen an E.T. (1982) und POLTERGEIST (1982) wach werden lässt, allerdings fehlen die STAR WARS – Produkte. Und dann hat er natürlich noch einen Wandschrank, in dem eine Macht zu Hause ist, die Cameron schützen möchte. Wer hätte das nicht gerne?

Regisseur Armand Mastroianni (REBELLEN DES GRAUENS, 1986) geht es ruhig und entspannt an. Der melodiöse Score von Harry Manfredini verrät das Jahr des Entstehens und sorgt für ein vertrautes Gefühl. Mit Scott Curtis hat man einen annehmbaren Jung-Darsteller gefunden, der zu keiner Zeit nervt, von dem man aber auch nicht zu viel erwarten sollte. Unterstützung bekommt der Cast durch Cotter Smith (X-MEN 2, 2003) als Sergeant Sam Talliaferro, der die tödlichen Unfälle in Cameros Umfeld untersuchen soll. Hilfe kommt auch von der Psychologin Nora, die von Mel Harris (MEIN PARTNER MIT DER KALTEN SCHNAUZE, 1989) dargestellt wird. Die Besetzung ist durchaus solide.

Armand Mastroianni gelingt es bei CAMERON, Spannung und eine dichte Atmosphäre aufzubauen, die er kontinuierlich aufrecht hält. Statt ein zeittypisches Blutbad, wird hier charmanter Dämonen-Horror geliefert, der sich auf ein bisschen Blut, Licht-Effekte und einen Dämonen beschränkt, der in einer anderen Welt hinter der Tür des Wandschranks wohnt.

(Bjoern Candidus)

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