WITCHCRAFT – DAS BÖSE LEBT
(WITCHERY, Italien, USA, 1988, Regie: Fabrizio Laurenti)
Leslie und ihr Freund Gary wollen die mysteriösen Erscheinungen in einem Hotel an der Küste von Neu-England untersuchen. Dort stürzte sich einst eine Hexe aus dem Fenster, deren Fluch bis heute aktiv ist. Als Jane, ihr kleiner Bruder und ihre Eltern hinzu stoßen, weil sie Interesse an der Immobilie haben, öffnen sich langsam die Pforten zur Hölle.
Wenn David Hasselhoff, Linda Blair
und Hildegard Knef gemeinsam in einem Horrorfilm mitspielen, der auch noch aus Joe D’Amatos Produktionsschmiede Filmirage stammt, darf man zu Recht verwundert sein. Unter dem Strich passt die Besetzung in Fabrizio Laurentis Regiearbeit. Blair wirkt wie immer etwas hölzern, wenn sie nicht gerade sabbernd und fluchend in Georgetown im Bett liegt. Von Hasselhoff darf man nichts erwarten, außer den ewig gleichen Gesichtsausdruck, der so gar kein Charisma mitbringt. Und Hildegard Knef steht im Grunde nur im Bild herum und gibt ihren Sermon zum Besten, was zumindest schön schrullig wirkt. Die Figuren laden hier jedenfalls nicht zum mitfiebern ein.
Der Film punktet mehr mit anderen Dingen. Das Insel-/Meer-Setting weiß zu gefallen. Dazu gibt es ein altes Hotel, was recht unheimlich eingefangen wurde. Die Fotografie ist soweit in Ordnung. Auch wenn alles etwas trist und deprimierend wirkt, ist die Atmosphäre meist dicht. Auf Seiten der Effekte gibt es billige Lichteffekte, die immer wieder über das Bild gelegt werden. Diese weichen dann spätestens ab der Mitte höchst kruden Effekten, die stellenweise recht hart ausgefallen sind. Blut spritzt hier genug, dafür mangelt es an Spannung. Die vertrauten Klänge des Scores stammen von Carlo Maria Cordio.
Nicht gut, nicht schlecht – WITCHCRAFT steht in der Tradition von Filmen wie GHOSTHOUSE (1988) oder TANZ DER HEXEN (1989). Ein Genre-Highlight ist keiner davon, aber sie besitzen allesamt einen netten 80er-Charme, der sie irgendwie einzigartig macht.
(Bjoern Candidus)
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