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Munchies, 1987 – ★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DIE MUNCHIES
(MUNCHIES, USA, 1987, Regie: Tina Hirsch)

Simon Watterman und sein Sohn Paul sind in Peru unterwegs, um Spuren von außerirdischen Leben zu finden. In einer alten Tempelanlage finden sie ein kleines echsenartiges Wesen, bekleidet mit einer Mönchskutte. Sie fangen das Wesen und bringen es mit in die USA. Zunächst lebt Arnold, wie sie das Wesen getauft haben, bei Paul und seinem Vater. Arnold beobachtet neugierig das Leben der Menschen und passt sich immer mehr an. Als Simons Zwillingsbruder Cecil Watterman Wind von dem außerirdischen Besucher bekommt, kidnappt er ihn mit Hilfe seines Stiefsohns Eddie, um aus Arnold Profit zu schlagen. Als es zu einem Konflikt zwischen Eddie und Arnold kommt, wird der Außerirdische in Stücke gehackt, was zur Folge hat, dass gleich vier neue Wesen entstehen, und die haben nichts Besseres vor, als die Gegend zu tyrannisieren. 

Kleine Monster haben eine Tradition im 80er-Jahre-US-Horrorkino, und MUNCHIES ist nur einer von vielen Filmen, die auf dem Erfolg von GREMLINS (1984) aufgesprungen sind. Es folgten Filme wie GHOULIES (1985), CRITTERS (1986), die allesamt einige Fortsetzungen mit sich brachten. Und Regisseurin Tina Hirsch und Produzent Roger Corman kamen mit MUNCHIES um die Ecke, der eine durchaus kurzweilige Horror-Komödie wurde. 

Die Neubausiedlung, irgendwo im sonnigen Kalifornien, erinnert etwas an Cuesta Verde aus POLTERGEIST (1982), allerdings sind hier die Bewohner etwas irrsinniger unterwegs, und genau in diesem Punkt könnte der Film bei vielen scheitern. Harvey Korman, der hier in einer Doppelrolle als Simon und Cecil Watterman auftaucht, Charlie Stratton, Charlie Phillips, Nadine Van der Velde und der wunderbare Robert Picardo wirken nämlich mehr, als seien sie einem Comic entsprungen. Das viele Rosa und Türkis, was das Bild bestimmt, unterstreicht die 80er-Jahre-Ästhetik, die fast zum Aufstoßen einlädt. Gleichzeitig profitiert MUNCHIES aber auch durch die zahlreichen Geschmacklosigkeiten, die aufgeführt werden. Die Monster selbst verhalten sich ziemlich idiotisch, sind tricktechnisch wenig überzeugende Puppen, die nur ein Schatten der reizenden Gremlins darstellen. Ich würde ihnen dennoch einen Platz auf meiner Terrasse zugestehen. Da die ganze Inszenierung irgendwo in den Wolken schwebt, fallen die Makel kaum ins Gewicht, bzw. stören gar nicht. 

Statt Spannung, guter Monster-Effekte und düsterer Atmosphäre bestimmen alberne Witze, überzogene Figuren und Geschmacklosigkeiten das Bild von MUNCHIES, der mich unter dem Strich aber kaum gelangweilt hat. Von einem guten Film kann bei dieser Corman-Produktion allerdings nicht die Rede sein. 

(Bjoern Candidus)

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