DIE BRAUT DES TEUFELS
(THE DEVIL‘S RIDES OUT, GB, 1968, Regie: Terence Fisher)
Duc de Richleau, ein Experte auf dem Gebiet des Okkultismus, ist besorgt. Er befürchtet, sein guter Freund Simon Aron ist der Teufelssekte um Mocata, einem Priester der Schwarzen Magie, beigetreten, um dem Teufel den Weg auf Erden zu bereiten. Seine Befürchtungen bestätigen sich, und er gibt alles im Kampf für das Gute gegen das Böse.
Der Teufel wurde im Jahre 1968 nicht nur mit ROSEMARIES BABY gefeiert. Der ehrenwerte Terence Fisher hat sich hier für die Hammer-Studios dem Thema des Okkultismus und der Teufelsanbetung angenommen. Auch wenn Hammer das Thema Okkultismus bereits mehrfach angegangen ist, wie z.B. in DER TEUFEL TANZ UM MITTERNACHT (1966), WIE SCHMECKT DAS BLUT VON DRACULA (1970) oder in DIE BRAUT DES SATANS (1975), wurde es nie wundersamer präsentiert als hier.
Fotografiert wurde der Film von Arthur Grant, der bereits eine lange Vergangenheit als Kameramann bei Hammer hatte. Für die vertrauten Klänge sorgt James Bernard, während das Drehbuch von Richard Matheson stammt, was auf Dennis Wheatleys Novelle basiert. Also viele große Namen hinter der Kamera. Aber auch vor der Kamera darf man sich in sicheren Händen wiegen. Mit Christopher Lee als Duc de Richleau, der hier ausnahmsweise mal das Gute verkörpert und Charles Gray als Mocata, der Hohepriester des Bösen, sind zwei sehr versierte Schauspieler am Start, die sich ein wunderbares Duell geben. Überhaupt legt der Film sehr viel Wert auf die Figuren, was ihm die nötige Tiefe verleiht. Die gesamte Inszenierung ist von vorn bis hinten spannend, unheilschwanger, Bild- und Farbgewaltig und schmückt sich mit phantastischen Spezialeffekten, die man so bei Hammer noch nie zuvor gesehen hat.
DIE BRAUT DES TEUFELS ist ein sehr starker und ausgewogener Horrorfilm.
(Bjoern Candidus)
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