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Eliminators, 1986 – ★★★½

DESTROYERS 
(ELIMINATORS, USA, 1986, Regie: Peter Manoogian)

Reeves, ein wahnsinniger Wissenschaftler, holt seinen Mandroid aus seiner Zeitmaschine heraus. Der Mandroid, halb Mensch, halb Maschine hat ausgedient und soll vernichtet werden, damit sich Herr Wissenschaftler seinen Weltherrschaftsplänen widmen kann. Doch sein Assistent Takada weigert sich die Vernichtung des Mandroid auszuführen und verhilft ihm zur Flucht. Dabei wird Takada getötet, während der Mandroid in den Dschungel von Mexiko entkommen kann. Doch er schwört Rache, und diese will er mit Hilfe von einer Handvoll ungleicher Helden durchführen.  

Es gibt Filme, denen man nicht böse sein kann, egal, was sie einem zeigen. Ein großes Herz für Experimente und Abweichungen von der Norm sollte allerdings eine Grundvoraussetzung dafür sein. 

Regisseur Peter Manoogian hat hier für Empire International Pictures eine bunte Mischung Irrsinn zusammengetackert. Von Beginn an ist man in einer Fantasy-Scifi-Abenteuer-Welt, die sich im Dschungel von Mexiko abspielt. Der comicartige Charakter thront über allem, was sich in den folgenden knapp 100 Minuten abspielen wird. Mich hätte es auch nicht gewundert, wenn plötzlich das PHANTOM aus dem Gebüsch gesprungen wäre. Aber nein, kein Phantom, aber ganz viele andere Figuren, die den Film mit Unterhaltung füllen. Den Vortritt lasse ich Denise Crosby, die man als Tasha Yar in STAR TREK – THE NEXT GENERATION (1987) kennt. Hier ist sie Nora Hunter, eine Wissenschaftlerin. Crosby stehen lange Haare sehr viel besser, um mal auf das Äußere einzugehen. Mit großem schauspielerischem Talent schmückt sie sich nicht, aber irgendwie mochte ich sie schon immer. Auch Patrick Reynolds gefällt als Mandroid, der ein wirklich schönes Gesicht hat, um auch hier bei Äußerlichkeiten zu bleiben. Was allerdings nicht hätte passieren dürfen: man hätte ihm nicht dieses armselige Gefährt geben sollen, mit dem der Mandroid durch die Gegend tuckert, denn das sieht schon ziemlich lächerlich aus. Aber gut, er stellt es ja auch schon mal ab. Ins sehr Quatschige geht es mit Andrew Prine als Abenteuer-Lusche Harry Fontana, während Conan Lee als Ninja Kuji halbwegs bodenständig bleibt. Und neben dem wahnsinnigen Wissenschaftler gibt es dann noch Höhlenmenschen, Römer, einen kleinen Roboter und ganz viele schießwütige Tölpel, die für Reeves arbeiten. Die Highlights sind sicherlich nicht die Talente der Darsteller, sondern der Einfallsreichtum der Macher. Das Make-up und die Effekte sind anschaulich (John Carl Buechler war am Start) und qualitativer als in vielen ähnlich gelagerten Produktionen, dazu sorgt das Dschungel-Ambiente (Gedreht wurde in Spanien) für eine gute Stimmung. Es muss ja nicht immer ein Steinbruch oder eine Industrieanlage sein. Dass der Film auf Filme wie TERMINATOR (1984) oder ENDGAME (1983) reagiert, liegt dabei auf der Hand, aber mit Jahrgang 1986 liegt er noch vor ROBOCOP (1987), UNIVERSAL SOLDIER (1992) oder dem ersten Auftreten der Borg bei STAR TREK – THE NEXT GENERATION. 

DESTROYERS verzichtet zwar auf Spannung und auf eine clevere Story, bietet dafür aber einen Reigen an unterhaltsamen anderen Zutaten, die in ihrer Mischung auf besondere Art schmecken. Wertiger Quatsch. 

(Bjoern Candidus)

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