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The Ruthless Four, 1968 – ★★★★

DAS GOLD VON SAM COOPER
(OGNUNO PER SE, Deutschland, Italien, 1968, Regie: Giorgio Capitani) 

Da der alte Sam Cooper nicht allein im Stande ist, dass Gold aus einer Mine zu schleppen, die er entdeckt hat, sucht er nach einem vertrauenswürdigen Partner. Diesen hofft er in Manolo gefunden zu haben, den er dafür zu sich ruft. Doch Manolo kommt nicht allein; er hat einen Kerl dabei, den man „der Blonde“ nennt. Cooper ist etwas unsicher und fragt Mason, einen alten Freund, ob er sie begleitet. Gemeinsam ziehen die Vier durch die Wüste, um in einem Gebirge die Goldader zu bergen. Es dauert nicht lange, bis sich erste Spannungen unter den Goldgräbern auftun. Gier, Misstrauen und Gewaltbereitschaft macht sich breit. 

Der eher im Drama und in der Komödie ansässige Regisseur Giorgio Capitani hat hier einen ganz formidablen Italowestern inszeniert, der sich in Sachen Form und Handwerk deutlich absetzt. Die 
Story und das Drehbuch stammen von Fernando Di Leo und Augusto Caminito. Die Story ist nicht neu und wenig originell, aber das gleicht Capitani mit der Besetzung durch Van Heflin als Sam Cooper, Gilbert Roland als Mason, George Hilton als Manolo und Klaus Kinski als der Blonde wieder aus. Das Spiel zwischen den Herren ist sehr gelungen und sorgt immer wieder für Spannungen. 

Die Inszenierung sieht toll aus, und bereits von Beginn an darf man sich an der sandigen und steinigen Landschaft (von Almaria, Spanien) ergötzen, die von Sergio D‘Offizi (Kamera bei CANNIBAL HOLOCAUST, 1980) zauberhaft fotografiert wurde. Der ständige Wind, der auch mal von Regen begleitet wird, baut eine beklemmende, manchmal fast unheimliche Stimmung auf. Dazu darf man eine Detailverliebtheit und ein gutes Gespür für Ausstattung bewundern. 
Abheben tut sich auch der Score von Carlo Rustichelli (BLUTIGE SEIDE, 1964 / DIE TOTEN AUGEN DES DR. DRACULA, 1966), der sich hier eher bei Krimi- oder Abenteuer-Klängen bedient.

DAS GOLD VON SAM COOPER ist ein sehr dichter, spannend inszenierter Western, der mal wieder zeigt, wohin der Weg der Gier führen kann. 

(Bjoern Candidus)

←Night Shadows, 1984 – ★★★½
Eliminators, 1986 – ★★★½→

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