DJANGO – SEIN GESANGSBUCH WAR DER COLT
(TEMPO DI MASSACRO, Italien, 1966, Regie: Lucio Fulci)
Tom Corbett (in der dt. Synchronisation mal wieder ein Django) besucht seinen Bruder Jeff. Dieser berichtet ihm von den Scotts, die die Gegend tyrannisieren und Menschen unterdrücken. Tom macht sich auf, um die Sache zu klären und Grenzen aufzuzeigen. Das Vorhaben wird mit zahlreichen Peitschenschlägen vereitelt. Mit blutigen Wunden schleppt sich Tom zurück zu Jeff. Kurz darauf bekommen sie Besuch von zwei Handlangern der Scotts, die das Hausmädchen von Jeff erschießen. Sie schmieden einen Racheplan.
Nachdem in der Pre-Titel-Sequenz des Films ein Mann von Hunden durch den Wald gehetzt und anschließend zerfleischt wird, weiß man, wo man ist: bei Lucio Fulci. Mit DJANGO – SEIN GESANGSBUCH WAR DER COLT hat Fulci seinen ersten Western abgesetzt, und das auf sehr ansehnliche Art. Die waldigen, steinigen und staubigen Sets sind hervorragend von Riccardo Pallottini (DAS SYNDIKAT, 1972) fotografiert und bringen Abwechslung für die Augen des Zuschauers. Auch die Ausstattung und Kostüme zeigen sich von der qualitativen Seite. Die Hetzjagd am Anfang wird in der Mitte des Films von einem sadistischen Peitschenkampf übertroffen, der sehr gut inszeniert wurde. Für den passenden Score sorgt Coriolani Gori (ZINKSÄRGE FÜR DIE GOLDJUNGEN, 1973).
Nicht nur mit Franco Nero und George Hilton im Sattel ist man hier gut bedient, sondern auch mit Nino Castelnuovo der den psychopathischen Jason Scott spielt. Fast zum Standardrepertoire des Italowestern gehören John Bartha und Aysanoa Runachagua.
All das sind überzeugende Zutaten, die die simple Story übertünchen und DJANGO – SEIN GESANGSBUCH WAR DER COLT zu einem handfesten Italowestern machen.
(Bjoern Candidus)
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