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Metamorphosis, 1990 – ★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

LIZARD – DIE TOTALE MUTATION 
(METAMORPHOSIS, Italien, USA, 1990, Regie: George Eastman)

Der Wissenschaftler Dr. Peter Houseman forscht an einem Serum, um den Alterungsprozess des Menschen aufzuhalten. Die Köpfe, die seine Forschung unterstützen, setzen ihn zusehend unter Druck, da der Erfolg noch immer ausbleibt. Als Houseman seinem Ziel näher kommt, testet er das Serum an sich selbst. Seine DNA verändert sich und er wird zu einer Gefahr für seine Umwelt. Zwar kann man ihn fangen und in eine Klinik bringen, aber damit hält man nicht die grausige Veränderung auf, die ihn zu einem Reptilien-Monster werden lässt. 

Gleich zwei italienische Legenden vereinen sich in diesem Film: Luigi Montefiori und Aristide Massaccesi, – besser bekannt als George Eastman und Joe D‘Amato. Das Besondere dabei ist, dass George Eastman hier sein Regiedebüt abliefert. Eastman war nie nur als Darsteller im Einsatz, sondern hat auch Drehbücher oder Storys für Filme wie KEOMA (1976), HORROR-SEX IM NACHTEXPRESS (1980) oder MAN-EATER (1980) geschrieben. Und für Joe D‘Amato stand er besonders gerne vor der Kamera, wie z.B. in besagtem MAN-EATER, IN DER GEWALT DER ZOMBIES (1980), ABSURD (1981) oder ENDGAME (1983). Umso erfreulicher ist es, dass der gute George auch mal seine eigene Story als Regisseur realisieren konnte. Doch die Freude währt nicht allzu lang, denn LIZARD – DIE TOTALE MUTATION ist leider kein Glanzlicht. Die Filme aus Joe D’Amatos Produktionsschmiede Filmirage sind von unterschiedlicher Qualität geprägt, doch der Großteil schmückt sich nicht gerade mit Glanz. Dennoch sind Filme wie GHOSTHOUSE (1988) von Umberto Lenzi, WITCHCRAFT (1988) von Fabrizio Laurenti oder TROLL 2 (1990) von Claudio Fragasso durchaus unterhaltsam und haben einen ganz eigenen Charme. Eins der Highlights ist aber ganz klar
AQUARIUS – THEATER DES TODES (1987) von Michele Soavi. 

LIZARD – DIE TOTALE MUTATION 
hat vor allem ein Problem: er ist lange Zeit sehr zäh und spannungsarm. Alles zieht sich in die Länge, die sehr unbekannten Darsteller sind annehmbar, reißen aber ebensowenig mit, wie die Story selbst. Filme wie DIE FLIEGE (1958/1986) oder DER HÖLLENTRIP (1980) sind zu erkennen, wie auch der Reptilien-Horror der 1980er-Jahre. Der Gore-Freund wird kaum fündig, was bei dem Produktionsteam etwas verwundert. Immerhin ist das Make-up (V-DIE AUSSERIRDISCHEN KOMMEN, ENEMY MINE lassen grüßen) des Reptiloiden ganz gut geworden, wird aber auch durch das spärliche Licht hilfreich kaschiert. Zumindest wird durch das schwummrige Licht in grün und violett eine schöne Atmosphäre ins Labor des Mad Scientist gezaubert. Wenn man die ersten 50 Minuten überstanden hat, wird man im letzten Abschnitt wenigstens noch mit kleinen Spannungsspitzen und Absurditäten belohnt. 

Unter den hunderten von Filmen, in den ein Wissenschaftler nach der Formel für die ewige Jugend sucht, ist LIZARD – DIE TOTALE MUTATION nicht interessant. Im Rahmen der 80er-Jahre-Italo-Horror-Welle ist er als Fußnote, wegen George Eastman, immerhin erwähnenswert und für Fans ohnehin ein Muss. 

(Bjoern Candidus)

←Frame Up, 1968 – ★★★½
Timebomb, 1991 – ★★★½→

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