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The Mask of Fu Manchu, 1932 – ★★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

DIE MASKE DES FU MANCHU
(THE MASK OF FU MANCHU, USA, 1932, Regie: Charles Brabin)

Der Superschurke Dr. Fu Manchu ist auf der Suche nach dem Grab von Dschinghis Khan, um an seine mächtigen Relikte zu kommen. Um das rechtzeitig zu verhindern, ist eine britische Expedition unterwegs, die das Grab finden und öffnen soll. Doch es kommt genauso, wie es nicht kommen soll: Fu Manchu gelangt in den Besitz von Dschinghis Khans goldenem Schwert und Maske und will mit ganz Asien die Weltherrschaft übernehmen.

Ein Jahr nach Boris Karloffs Auftritt als Frankensteins Kreatur, schlüpfte er in die Rolle des Superschurken Dr. Fu Manchu. Die Figur basiert auf Sax Rohmers Roman-Reihe, die ab 1929 auch für das Kino aufbereitet wurde. DIE MASKE DES FU MANCHU ist bereits der vierte Teil, aber nur in diesem ist Boris Karloff als Fu Manchu zu sehen. In den 60er-Jahren übernahm dann Christopher Lee gleich fünfmal diesen Part, zweimal unter der Regie von Jess Franco. 

Charles Brabin bewegt sich hier im Rahmen des Abenteuerkinos, dem er einige Horror-Zutaten beimengt. Karloff scheint sichtlich in der Rolle des Fu Manchus aufzugehen, wenn er seinen Machphantasien frönt und seine sadistische Ader an den Tag legt. Er lässt foltern, töten und sich wie ein Wahnsinniger von den asiatischen Völkern feiern. Da es sich noch um einen Pre-Hays-Code-Film handelt, war darstellerisch noch mehr möglich. Und so wird man auch Zeuge eines Massenmordes. Aber auch abseits der Gewalt, des Wahnsinns und dem faszinierenden Schauspiels von Boris Karloff hat Brabins Inszenierung einiges zu bieten. Vor allem die Studiokulissen, die die Ausgrabungsstätte und das Grab von Dschinghis Khan zeigen, wissen zu gefallen und zeigen deutliche Parallele zu Karl Freuds DIE MUMIE aus dem gleichen Jahr, in dem ebenfalls Boris Karloff in die Rolle des Titelmonsters schlüpfte. Sowohl die Kulissen als auch die Ausstattung und die Kameraarbeit ist zu loben. hier hinterlässt eigentlich alles einen guten Eindruck, abgesehen vom zeittypischen Rassismus, der allerdings von beiden Parteien ausgeteilt wird. 

Abenteuerliche Kulissen, fiese Folter- und Mordinstrumente und ein glänzend aufgelegter Boris Karloff mit einem höchst bizarren Chinesen-Make-up machen DIE MASKE DES FU MANCHU zu einem sehr unterhaltsamen, kurzweiligen Abenteuer-Schurken-Horrorfilm.  

(Bjoern Candidus)

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Traumstadt Gazette Ausgabe 70→

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