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The Evil, 1978 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

THE EVIL – DIE MACHT DES BÖSEN
(THE EVIL, USA, 1978, Regie: Gus Trikonis)

In einem alten verfluchten Haus, was auf einem erloschenem Vulkan erbaut wurde, will der Psychologe C.J. Arnold und seine Kollegin Caroline ein Drogen-Rehabilitationszentrum errichten. Als die Klienten eintreffen, dauert es nicht lange, bis Caroline eine übernatürliche Macht wahrnimmt. Dann bricht die Hölle los. 

Gus Trikonis reagiert mit THE EVIL – DIE MACHT DES BÖSEN auf Spukhaus-Horrorfilme wie THE HAUNTING (1963) oder THE LEGEND OF HELL HOUSE (1973), gestaltet seine Inszenierung aber weitaus effektreicher und nimmt quasi einen POLTERGEIST (1982) vorweg. 

Der Film startet spannend mit Sam, einem Hausmeister, der Geräuschen in dem weitläufigen, sehr verwahrlosten Herrenhaus nachgeht, bevor er Feuer fängt. Danach wird das Anwesen dem zukünftigen Besitzer C.J. Arnold vorgestellt, und Trikonis führt langsam die Figuren ein. Mit Richard Crenna als C.J. Arnold, Andrew Prine als Professor Guy und Joanna Pettet als Dr. Caroline Arnold hat man solide Hauptdarsteller an Bord, die die anderen verhältnismäßig blassen Darsteller ausgleichen, die ohnehin nur als Kanonenfutter dienen. 

Trikonis hält nicht lange mit dem Spuk zurück, lässt Lichtgestalten auftauchen oder haucht Statuen leben ein. Das Tempo ist wirklich beachtlich, und wenn hier der Effektzauber einmal entfesselt wird, gibt es kein Zurück mehr. Menschen werden durch die Luft gewirbelt, Menschen verbrennen oder werden durch Strom getötet. Das Innere des Hauses verwandelt sich in eine Todesfalle, während es draußen unentwegt regnet, blitzt und donnert. Trikonis hält die Atmosphäre kontinuierlich aufrecht, vergisst aber leider etwas die Spannung. Dafür zischt und dampft es hier aus allen Rohren. Ein richtiger Hingucker ist das Haus. Als Schauplatz diente das Montezuma Castle in Las Vegas, was mit gut 8400 Quadratmetern ordentlich Platz bietet. 

Noch ein Jahr, bevor Stuart Rosenberg mit THE AMITYVILLE HORROR (1979) ein neues Erfolgskapitel im Bereich des Spukhaus-Horrorfilms öffnete, stellt THE EVIL – DIE MACHT DES BÖSEN schon neue Weichen, besonders in der gelungenen Effektarbeit. Dennoch konnte mich Gus Trikonis Inszenierung nicht vollends überzeugen, und besonders das Ende ist nicht gerade Gold wert. 

(Bjoern Candidus)

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