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Robinson Crusoe on Mars, 1964 – ★★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

NOTLANDUNG IM WELTRAUM
(ROBINSON CRUSOE ON MARS, USA, 1964, Regie: Byron Haskin)

Die beiden Astronauten Draper und McReady geraten mit ihrem Raumschiff in einen Meteoritschwarm über dem Mars. Ihnen bleibt kein anderer Ausweg als die Rettungskapsel zu nutzen, die sie auf den Mars bringt. Dabei stirbt McReady, aber nicht Mona, das Bordäffchen. Die ungleichen Partner Draper und Mona sind nun auf sich allein gestellt und müssen schnell eine Möglichkeit finden, an Sauerstoff und Nahrung zu gelangen. 

Dass Regisseur Byron Haskin Science-Fiction-Filme inszenieren konnte, hat er mit KRIEG DER WELTEN (1953) bewiesen. Inszenierte er 1953 eine Invasion von Außerirdischen, die die Erde angreifen, brechen hier die Menschen zu den Sternen auf und machen eine Notlandung auf dem Mars. 

Obwohl auch hier feindliche Raumschiffe auftauchen, die eine große Ähnlichkeit mit denen aus KRIEG DER WELTEN besitzen, geht die eigentliche Gefahr in NOTLANDUNG IM WELTRAUM vom Planeten Mars selbst aus. Die Atmosphäre lässt kaum Sauerstoff zum atmen übrig, ein Problem, was nachher von einem Gestein gelöst wird. Auch ess- und trinkbares scheint nicht in der Nähe zu sein. Probleme, die Draper anfänglich noch mit den Notrationen aus Rettungskapsel bewältigen kann. Und so folgen wir dem neuen Alltag von Commander Christopher Draper und dem Affen Mona, die die Science-Fiction-Version von Daniel Dafoes Literaturklassiker „Robinson Crusoe“ darstellen. Später bekommen die beiden tatkräftige Unterstützung von einem Außerirdischen, der allzu menschlich aussieht. Dieser wurde als Sklave gehalten und ist jetzt auf der Flucht. Ihm spendiert man den Namen „Freitag“. 

Es ist aber nicht nur die mitreißende Story, die gut funktioniert und mit Paul Mantee (Draper), Victor Lundin (Freitag) und Adam West (McReady) sympathisch besetzt wurde, sondern auch die visuelle Kraft der Bilder. Die Spezial-Effekte, Modelle und Kulissen, die hier geschaffen wurden, präsentieren eine faszinierende Mars-Welt. Rot-, Gelb- und Orangetöne dominieren die Bilder. Die Außenaufnahmen entstanden im Death Valley National Park in Kalifornien und in Arizona. Bizarre Felsformationen, riesige Kristalle und ein feuerroter Himmel schaffen eine phantastische Atmosphäre. In diesen Bereichen ist der Film einer der schönsten Beiträge des Science-Fiction-Kinos der 1960er-Jahre. 

NOTLANDUNG IM WELTRAUM ist ein intelligentes Science-Fiction-Abenteuer zwischen Hoffnung, Freundschaft und Überlebenswillen zweier unterschiedlicher Spezies auf dem Mars, was inhaltlich und visuell gleichermaßen überzeugen kann. 

(Bjoern Candidus)

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