DAS GRAUEN AUS DER TIEFE
(HUMANOIDS FROM THE DEEPS, USA, 1980, Regie: Barbara Peeters, Jimmy T. Murakami)
Ein kleines amerikanisches Fischerdorf wird von humanoiden Fischmonstern attackiert, die sich auch auf dem Land bewegen können. Neben dem Verzehr von Hunde- und Menschenfleisch, konzentrieren sich die Monster auch auf die Fortpflanzung mit Menschen. Das lassen sich die Bewohner nicht gefallen. Beim jährlichen Lachs-Fest kommt es zur großen Schlacht.
Die Roger Corman Produktion entstand unter der Regie der Regisseurin Barbara Peeters, aber da man mit dem Endresultat wenig zufrieden war, drehte Jimmy T. Murakami zusätzliche Szenen, die den Film mit Sex und Gewalt aufpeppten, und das nicht zu knapp. Selten begegnet einem im Monsterkino so viel Blut wie in DAS GRAUEN AUS DER TIEFE. Selbst vor Vergewaltigung schrecken die fischartigen Kreaturen nicht zurück, aber sie haben ja auch ein Ziel: Fortpflanzung.
Mit seinen 80 Minuten ist dieser herrliche Monsterfilm recht knapp geraten, bleibt dadurch aber auch sehr kurzweilig und immer in Fahrt. Im Grunde gibt es nicht wirklich viel Neues zu sehen, aber die Art, wie hier inszeniert wurde, wirkt frisch und auf den Punkt gebracht. Die Zutaten aus typischem Kleinstadt-Kosmos mit mit netten und weniger netten Bewohnern, Sex, Gewalt, wirkungsvollen Monsterkostümen und Küsten-Atmosphäre sind nahezu perfekt gemischt. Dazu gesellen sich noch Randthemen wie z.B. Öko-Probleme und Rassismus von weißen Seemännern, der sich gegen Indigene richtet. Die Darsteller passen perfekt ins Bild des kleinen Küstenstädtchens. Wo Doug McClure (CAPRONA – DAS VERGESSENE LAND, 1974) und Vic Morrow (DER WEISSE KILLER, 1981) sind, ist monströser Spaß meist nicht weit entfernt. Den weiblichen Part hat Ann Turkel (BLUTZOLL, 1979) übernommen. Sehr schön und deutlich zur Atmosphäre beitragend ist auch der Score von James Horner.
DAS GRAUEN AUS DER TIEFE ist ein bluttriefendes Monster-Spektakel mit Lovecraft-Vibes, was spannende Momente und ein atmosphärisches Setting bietet. In gewisser Weise könnte der Film auch eine Fortsetzung zu Sergio Martinos INSEL DER NEUEN MONSTER (1979) sein, der tatsächlich in einer alternativen US-Fassung über Roger Cormans Firma New World Pictures vertrieben wurde.
(Bjoern Candidus)
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