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The Mangler, 1995 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

THE MANGLER*
(USA, 1995, Regie: Tobe Hooper)

In der Blue Ribbon Wäscherei kommt es immer wieder zu Unfällen. Als eine Mitarbeiterin durch die alte Wäschemangel ums Leben kommt, ermittelt Detektive John Huston in dem Fall. Hilfe bekommt er von seinem Freund Mark Jackson, der vermutet, dass die Mangel von einem Dämon besessen ist, und Mr. Gartley, der Besitzer der Wäscherei, bekräftigt diesen Verdacht durch sein widerliches Verhalten, was er an seinem Personal auslebt. 

Das Werk von Stephen King quillt über von bösen Energien oder Wesen, die alltägliche Gegenstände beseelen, die dann mordend durch die Gegend ziehen. In THE MANGLER, der unter der Regie von Tobe Hooper entstanden ist, ist es nicht nur eine riesige Wäschemangel, die Menschen in ihre Walzen zieht, sondern nebenbei auch ein Kühlschrank, der für Ärger sorgt. Für menschlichen Ärger sorgt hingegen Robert Englund als Wäschereibesitzer Bill Gartley. Englund liefert mal wieder eine schräge Performance ab, die manchmal etwas zu viel des Guten ist. Zudem ist sein Make-up zu drastisch und lässt die Figur unnötig künstlich erscheinen. Andererseits ist hier alles ziemlich drüber, was man bei einem Film über eine gefräßige Wäschemangel auch erwarten sollte. Insgesamt ist Hoopers Inszenierung sehr düster und spielt hauptsächlich in der Nacht. Mit Ted Levine als Detektive John Huston und Daniel Matmor als sein Freund Mark Jackson darf man einem sympathischen Duo folgen. Neben den polizeilichen Ermittlungen und dem Okkultismusgerede zwischen den beiden, entstehen ein paar starke Momente, die dem Film sogar eine gewisse Tiefe geben. Auch der vom Krebs gezeichnete Fotograf, dargestellt von Jeremy Crutchley, ergänzt die Liste interessanter Figuren. Weniger überzeugend ist da Vanessa Pike als Gartleys Nichte Sherry. 

Auch mit Blut hält man sich nicht zurück. Es gibt ein paar recht drastische Gore-Effekten, die z.B. gebügelte und gefaltete Körper zeigen, was wirklich mal was anderes ist. Auch das Set-Design der Blue Ribbon Wäscherei ist sehr gelungen. Der dreckige, industrielle Look war damals in Filmen und Musikvideos recht angesagt und wurde hier gut genutzt, um die ohnehin schon düstere Atmosphäre zu unterstreichen. Abgesehen von ein paar kleinen Abweichungen und Ergänzungen zu Kings Kurzgeschichte aus dem Jahr 1972, ist Hoopers Adaption dicht an dieser dran. 

THE MANGLER bietet mit dem titelgebenden Wäschemangler eins der schrägsten Monster der 90er-Jahre, was die Horrorfilm-Gemüter stets gespaltet hat. Mir gefällt Hoopers Film bis heute. 

(Bjoern Candidus)

*Podcast-Besprechung bei „Antenne Traumstadt“

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