Zum Inhalt springen
  • Episoden
  • Rezensionen
  • Über uns
  • Wo Ihr uns findet
  • Kontakt

Monster Shark, 1984 – ★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DER MONSTER-HAI
(SHARK: ROSSO NELL’OCEANO, Frankreich, Italien, 1984, Regie: Lamberto Bava)

Eine angespülte Leiche vor der Küste Floridas, der beide Beine abgerissen wurden, wirft Rätsel auf. Anfänglich glaubt man an einen Hai. Doch in Wahrheit ist es ein prähistorischer Vorfahre, der die Küste Floridas aufsucht, um seinen Hunger zu stillen.  

Einen Mangel an Themenvielfalt kann man Lamberto Bavas Filmografie nicht vorwerfen, was allerdings nicht heißen soll, dass sein Werk mit Innovationen aufwartet. DÄMONEN (1985) ist und bleibt sein stärkstes Werk, und DER MONSTER-HAI ist das genaue Gegenteil. 

Bava hat hier als eine weitere Antwort auf DER WEISSE HAI (1975) abgeliefert, die wahrscheinlich im Zuge von DER WEISSE HAI 3 (1983) produziert wurde. Immerhin sah die Story vor, die u.a. aus der Feder von Luigi Cozzi stammt, dass man es hier nicht mit einem herkömmlichen, lediglich zu groß geratenen Hai zutun bekommt, sondern mit einer prähistorischen Mischung aus Hai, Kugelfisch und Kraken, die man leider selten in Gänze zu Gesicht bekommt. In erster Linie sieht man nur das Maul mit riesigen, übereinander liegenden Zähnen oder eine Pixel-Darstellung am Monitor, der Forschungsyacht. An Monitoren verweilt man ständig, um die Zeit voll zu kriegen, statt irgendwas spannendes zu inszenieren. Ein Gespräch jagt das nächste, und zwischendurch darf der Monster-Hai mal kurz die Beißer fletschen. Um dann doch noch ein bisschen zusätzlichen Terror zu verbreiten, wird noch ein alberner Subplot mit einer Mordserie reingebuttert. Zumindest erspart man einem ein Fest, was es in so vielen Tierhorrorfilmen gibt, insbesondere eine Regatta, wenn es um Fische geht. Immerhin kann Florida als Schauplatz noch ein bisschen für Sommerurlaub-Atmosphäre sorgen, was allerdings auch Bruno Mattei mit CRUEL JAWS (1995) gelang.  

Große Augen kann man durchaus bekommen, wenn man die Besetzungsliste liest, doch die Augen werden immer kleiner, wenn man die Leistungen sieht. Michael Sopkiw, Valentine Monnier, Gianni Garko, William Berger, Cinzia de Ponti und Dagmar Lassander wirken allesamt so trübe wie der Rest des Films. Nicht mal Fabio Frizzi kann hier helfen. 

DER MONSTER-HAI ist ein leidliches Relikt aus einer Zeit in dem sowohl dem Tierhorrorfilm als auch dem italienischen Horrorfilm immer mehr die Energie entzogen wurde. 

(Bjoern Candidus)

←Cry of a Prostitute, 1974 – ★★★★
Blue Angel Cafe, 1989 – ★★→

Kommentare

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

  • River’s Edge, 1986 – ★★★★

    7. September 2026
  • White Star, 1983 – ★★★★½

    5. September 2026
  • Fortsetzungen

    3. September 2026
  • The Angry Red Planet, 1959 – ★★★

    3. September 2026

Impressum · Datenschutzerklärung · © 2026 Antenne Traumstadt