DAS BLUTBIEST
(THE BLOOD BEAST TERROR, GB, 1968, Regie: Vernon Sewell)
In einer kleinen Stadt in England kommt es zu einer Reihe von Morden. Inspector Quennell steht vor einem Rätsel, denn den Opfern wurde das Blut entnommen. Er beginnt seine Nachforschungen, die ihn zu Dr. Mallinger führen, der großes Interesse an Motten hat.
Nach einer Pre-Titel-Sequenz in Afrika, folgt nach den Credits eine vertraute Kutschfahrt durch einen englischen Landstrich in der Dunkelheit, die lange Zeit das Atmosphärischste ist, was DAS BLUTBIEST zu bieten hat, und das ist nicht das einzige Problem, was Vernon Sewells (BURKE & HARE, 1972) Regiearbeit hat.
Visuell kann man der Tigon-Produktion eigentlich nichts vorwerfen, nur, dass sie durch nichts besticht und ziemlich dröge inszeniert wurde. Da hilft diesmal nicht mal Peter Cushing als Inspector, der dennoch von allen am meisten Enthusiasmus mitbringt. Cushing halt. Robert Flemyng als Dr. Mallinger und Wanda Ventham als seine Tochter Clare bleiben blas und ziemlich ausdruckslos.
Der krimiartige Aufbau und die Idee mit der Riesenmotte, die menschliches Blut trinkt, hat mir durchaus gefallen. Gerade hier punktet der Film, da man solche Wesen eher im US-Monster-Kino der 50er-Jahre erwartet. Doch statt sich auf das Monster und seinen Schrecken zu konzentrieren, um dem Zuschauer etwas Action und Spannung zu liefern, hält man sich mit Nebensächlichkeiten, verstrickt sich in zahlreichen Gesprächen und streut überflüssigen Humor. Das liegt natürlich auch daran, dass das Monster Design an sich schon nicht die größte Überzeugung mit sich bringt, dennoch aufgrund seiner skurrilen Art mehr Aufmerksamkeit verdient hätte, um hier wenigstens noch irgendwas zu retten. Letztlich wird es eine Frage des Geldes gewesen sein.
DAS BLUTBIEST ist ein sperriger, spannungsarmer Beitrag im Motten- und Mad Scientist-Horrorkino, der zumindest durch seine Ausstattung und Sets genug englischen Charme mitbringt, um nicht gänzlich zu scheitern.
(Bjoern Candidus)
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