DIE ZEITFALLE
(TIMESTALKERS, USA, 1987, Regie: Michael Schultz)
Der Geschichtsprofessor Scott McKenzie ersteigert bei einer Auktion einen Cover auf dem späten 19. Jahrhundert. Neben ein paar uninteressanten Utensilien befindet sich auch ein Foto in dem Koffer, was einen Mann mit einer Pistole zeigt, die erst im 20. Jahrhundert gebaut wurde. Als Scott den Tag drauf seinen Studenten von seinem Fund berichtet und über Zeitreisen philosophiert, bekommt er Besuch von einer Frau, die aus der Zukunft stammt.
Die schier unendliche Auswahl von Filmen mit Zeitreise-Thematik hat mich diesmal zu DIE ZEITFALLE geführt. Die TV-Produktion, die unter der Regie von Michael Schultz (CAR WASH, 1976) entstanden ist, wurde mit William Devane und Klaus Kinski prominent besetzt. Der Genre-Mix aus Science-Fiction und Western ist recht vergnüglich und immer bedacht, in Bewegung zu bleiben. Es gibt zwar ein paar zähe Moment, die aber schnell vom nächsten Zeitsprung abgelöst werden. Die Inszenierung bewegt sich lange Zeit auf drei Zeitebenen: Vergangenheit (1886), Gegenwart (1986) und Zukunft (2686).
DIE ZEITFALLE ist leider nur wenig spannend, aber dafür gespickt mit Action-Szenen, die sich in erster Linie in Schießereien zeigen. Für TV-Verhältnisse sieht die Inszenierung recht ordentlichen aus. Besonders die Western-Abschnitte im 19. Jahrhundert besitzen eine gute Atmosphäre, in der Klaus Kinski als Dr. Joseph Cole bestens aufgehoben ist. Der reist durch die Zeit und trifft in der Gegenwart auf den Historiker Scott McKenzie. Dieser wird von William Devane verkörpert, der hier leider kein besonders tolles Schauspiel abgibt, obwohl er sichtlich bemüht ist. Ebenfalls aus der Zukunft angereist kommt Georgia Crawford, die von Lauren Hutton verkörpert wird.
Die Story selbst ist kaum der Rede wert und Devane ist ein Störfaktor, aber insgesamt ist DIE ZEITFALLE ein kurzweiliger Genre-Hybrid.
(Bjoern Candidus)
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