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Cujo, 1983 – ★★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

CUJO
(USA, 1983, Regie: Lewis Teague)

Nach DER HORROR-ALLIGATOR (1980) ist CUJO Lewis Teagues (KATZENAUGE, 1985) zweiter Ausflug in die Welt der Tierhorrorfilme und der erste von zwei Ausflügen in das Universum von Stephen King. So, wie man bei dem Namen Christine unweigerlich an einen roten Plymouth denkt, hat man beim Namen Cujo einen tollwütigen Bernhardiner vor Augen, den einen Teague auch auf überzeugende Art liefert. 

Auf die scheinbar heile Welt von Castle Rock fällt mal wieder ein Schatten, als ein Bernhardiner ein Kaninchen verfolgt und dabei von tollwütigen Fledermäusen attackiert wird. Dass das nicht ohne Folgen bleibt, dürfte klar sein, und so schleicht hier ein gefährlicher Bernhardiner durch die Gegend, der vor allem auf zwei Personen fixiert ist: Donna Trenton und ihr Sohn Tad, die sich in einem Auto verschanzt haben. Dargestellt wird Donna von der wunderbaren Dee Wallace, die hier ziemlich überzeugend spielt. Vor dem Auto sitzt der geifernde Cujo, im Auto staut sich die Hitze, der Sonne, die auf das Auto strahlt, was in CUJO gleich zwei tödliche Gefahren mitbringt, die die zweite Hälfte zu einem spannenden Horrorfilm auf begrenztem Grund werden lässt. 

Cujo selbst ist absolut überzeugen inszeniert. Der Bernhardiner (eigentlich sind es mehrere) wurde schön zurecht gemacht, um ihn wie eine tollwütige Bestie erscheinen zu lassen, die in späteren Attacken dann von einem Menschen mit Hundkostüm gedoubelt wurde. Teague hat ein paar sehr starke Szenen inszeniert, die zu den stärksten im Bereich des Tierhorrorfilms zählen. In CUJO gibt es kein Stadtfest, keine nukleare Katastrophe, und auch der Teufel hat seine Hände nicht im Spiel, was den Film von den vielen ähnlich gelagerten abhebt. 

Die Intensität von Kings Vorlage erreicht Teague zwar nicht, aber er schneidet vieles an, wie das von Tad eingebildete Monster im Schrank und das Fremdgehen von Donna. Auch das Roman-Ende wurde deutlich abgemildert, was aber durchaus in Ordnung ist, da sich die restliche Inszenierung schon unangenehm genug anfühlt. 

CUJO ist ein packender Tierhorrorfilm mit einer guten Besetzung und wirkungsvollen Effekten und gehört für mich zu einer der stärksten King-Adaptionen. 

(Bjoern Candidus)

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