SNAKE EATER 3
(SNAKE EATER III: HIS LAW, Kanada, 1992, Regie: George Erschbamer)
Soldier ist zurück und hat natürlich nichts besseres zu tun, als sich erneut um den Abschaum der Welt zu kümmern, denn irgendwer muss diese Aufgabe ja erledigen. Dabei ist es natürlich wichtig, dass Jack Kelly aka Soldier mal wieder vom Dienst suspendiert wird. Er hat also Zeit, und diese wird von Familie Molison beansprucht. Ihre Tochter wurde von einer Rockergang gekidnappt und monatelang vergewaltigt. Jetzt ist sie so verstört, dass sie für jeden die Beine breit macht. Grund genug für Soldier, die Rocker aus dem Leben zu blasen.
Wer dachte, George Erschbamer hätte den Gagaismus von Teil 2 nicht überbieten können, liegt gar nicht falsch, denn im Vergleich zu SNAKE EATER‘S REVENGE ist der absichtliche Humorfaktor hier reduziert und weicht unfreiwilligem Humor, was es in dem Fall viel schlimmer macht. Besonders die Vergewaltigungsthematik wurde dermaßen vor die Wand gefahren, dass sich Erschbamer schämen müsste, sie überhaupt aufgegriffen zu haben.
Während sich Lorenzo Lamas als Solider etwas besser gibt als im Vorgänger, bekommt er hier noch einen Cowboy-Buddy (Minor Mustain) an die Hand, der den Lächerlichkeitsfaktor deutlich anhebt. Zum Ausgleich darf sich der Wrestler Scott (Bam Bam) Bigelow als aggressive Abrissbirne präsentieren, was den Unterhaltungsfaktor wieder etwas nach oben schraubt, den SNAKE EATER‘S REVENGE vermissen ließ.
Überhaupt ist der Action- und Gewaltanteil wieder mehr in den Fokus gerückt.
Prügeleien, Schießereien und dumme Figuren am laufenden Band machen aus SNAKE EATER 3 ein albernes Unterfangen, was zumindest nie langweilt, aber auch keinerlei Qualitäten aufweist.
(Bjoern Candidus)
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