TOLL TREIBEN ES DIE WILDEN ZOMBIES
(RETURN OF THE LIVING DEAD: PART II, USA, 1988, Regie: Ken Wiederhorn)
Beim Transport des hochgiftigen Gases Trioxin löst sich eins der Fässer und rollt einen Abhang herunter. Als der Verlust bemerkt wird, begibt man sich auf die Suche, doch es ist bereits zu spät. Ein paar Jugendliche finden das Fass und öffnen es versehentlich, was dazu führt, dass das Gas austritt und sich auf dem nahegelegenen Friedhof niederlegt und die dort ruhenden Toten erweckt.
Nach Dan O’Bannon Erfolg mit VERDAMMT, DIE ZOMBIES KOMMEN (1985) vergingen drei Jahre, bis die Toten erneut aus den Gräbern steigen durften. Was O’Bannon noch vorzüglich gelungen ist, gerät bei Ken Wiederhorn (SHOCK WAVES, 1977) schnell ins Straucheln: Horror mit Humor zu kombinieren. Der zynische Humor des Erstlings wurde weichgewaschen, was sich vor allem negativ auf die tölpelhaft agierenden Zombies auswirkt. Die wirken zu keiner Zeit so bedrohlich wie bei O’Bannon und sind im Vergleich auch ziemlich langweilig gestaltet. Auch in Sachen Gore bleibt man hier weitaus zurückhaltender.
Positiv ist die Verlagerung der Story in eine Neubausiedlung, die durch die jungen Darsteller, die hier in erster Linie vertreten sind, Erinnerungen an POLTERGEIST (1982) und THE GATE (1987) wecken. Durch den Einsatz der Teenager wird der Ton von TOLL TREIBEN ES DIE WILDEN ZOMBIES auch nicht ernsthafter, aber sie bringen mehr Unterhaltung rein, als das erneute Auftauchen von Clu Gulger und Thom Mathews, die diesmal als Grabräuber unterwegs sind und nicht mehr so zünden wie in VERDAMMT, DIE ZOMBIES KOMMEN. Schön atmosphärisch ist zumindest der Friedhof, auf dem die beiden nach dem Schmuck von Verstorbenen suchen und dabei von Zombies attackiert werden. Wurde die Army im Vorgänger lediglich am Ende eingesetzt, nimmt sie hier einen größeren Part ein, um einer Ausbreitung der Seuche entgegenzuwirken. Aber auch in diesem Punkt kann Wiederhorns Inszenierung keine Spannung aufbauen.
TOLL TREIBEN ES DIE WILDEN ZOMBIES ist schön fotografiert, hat solide Effekte, aber ertrinkt in jeder Hinsicht im Schatten seines Vorgängers.
(Bjoern Candidus)
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