Zum Inhalt springen
  • Startseite
  • Episoden
  • Rezensionen
  • Über uns
  • Wo Ihr uns findet
  • Kontakt

The Unholy Four, 1970 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DJANGO – DIE NACHT DER LANGEN MESSER
(CIAKMULL – L‘UOMO DELLA VENDETTA, Italien, 1970, Regie: Enzo Barboni)

Bei einem nächtlichen Bankraub wird zur Ablenkung ein Feuer in einer Klinik für Geisteskranke gelegt. Dabei können vier Gefangene fliehen. Einer der Bankräuber erkennt einen der flüchtenden Männer wieder. Er glaubt, in ihm den getöteten Django (im Original Chuck Mool) zu erkennen, bevor er stirbt. Django, der durch eine Amnesie selbst nicht mehr weiß, wer er ist, macht sich mit seinen Kollegen auf in den Ort Oxeca. Dort stößt Django auf einen Mann, der behauptet sein Bruder zu sein, um ihn für einen finsteren Plan zu benutzen. 

Enzo Barboni (DIE RECHTE UND DIE LINKE HAND DES TEUFELS, 1970) konnte auch ernste Western drehen, wie er mit DJANGO – DIE NACHT DER LANGEN MESSER unter Beweis stellte. Der fehlende Humor wird durch Action ersetzt, die sich direkt zu Beginn zeigt, wenn es zum Banküberfall und der Brandstiftung übergeht. So feurig starten Western selten. Doch Barboni lässt nicht nur Fäuste und Kugeln sprechen, sondern liefert auch eine spannende Story über Chuck Mool, für den in der deutschen Synchronisation mal wieder Django herhalten musste. Dieser wird von Leonard Mann verkörpert, der auch hier wieder einen ordentlichen Job erledigt. Begleitet wird er gleich von drei guten Bekannten: Woody Storde, Peter Martell und George Eastman. Des Weiteren gibt es auch ein Wiedersehen mit Luciano Rossi, Ida Gali und vielen weiteren, die allesamt ein gutes Bild in DJANGO – DIE NACHT DER LANGEN MESSER abgeben. Gute Bilder hat auch Kameramann Mario Montuori abgegeben. Der hat den Herbst des Jahres genutzt und den bunten Mischwald wunderbar eingefangen, der die Inszenierung optischen von vielen seiner Kollegen abhebt. Statt Wüste und karge Felslandschaften warten hier Bäume, Felder und grüne Hügel auf einen. Auch die Nachtaufnahmen und eine spätere Szene auf einem Friedhof, sorgen für eine dichte Atmosphäre. Gar nicht abholen konnte mich der Score von Riz Ortolani, der entweder unpassend klingt oder langweilig plätschert. 

DJANGO – DIE NACHT DER LANGEN MESSER ist ein düster Italowestern mit starken Figuren und einer spannend erzählten Geschichte.

(Bjoern Candidus)

←The Lost World, 1960 – ★★½
Along Comes a Tiger, 1977 – ★★★★→

Kommentare

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

  • The Time Travelers, 1964 – ★★★

    8. September 2026
  • River’s Edge, 1986 – ★★★★

    7. September 2026
  • White Star, 1983 – ★★★★½

    5. September 2026
  • Fortsetzungen

    3. September 2026

Impressum · Datenschutzerklärung · © 2026 Antenne Traumstadt