AMERICAN FIGHTER 3
(AMERICAN FIGHTER 3 – BLOOD HUNT, USA, 1989, Regie: Cedric Sundstrom)
Der Kampfkünstler Sean Davidson, dient mit seinem Freund auf einer Militärbasis in der Karibik. Als ein Wissenschaftler namens „The Cobra“ biologische Kampfstoffe stiehlt, eine geheime Ninja-Armee aufbaut, um Angst und Terror zu verbreiten, wird Sean in den Einsatz geschickt. Zusammen mit seinen Kollegen Curtis und Dexter kämpft er sich durch eine Südseeinsel, um die Bedrohung zu stoppen, bevor das Virus freigesetzt wird.
AMERICAN FIGHTER 3 will viel, schafft aber nur sehr wenig, und man beraubt einem sogar Michael Dudikoff. David Bradley als neuer Hauptdarsteller kann zwar treten und schlagen, bleibt aber als Figur seltsam blass und unsympathisch. Dudikoff ist auch kein Charakterdarsteller, aber er hat deutlich mehr Charisma als Bradley. Der Ausgleich kommt mit Steve James als Curtis Jackson, den man unbedingt wieder mit einbauen musste und diesmal deutlich mehr Spielzeit bekommt. Fürchterlich ist der dritte im Buddy-Trio: Even J. Klisser als Dexter. Und wo ich bei Fürchterlich bin: Marjoe Gortner spielt den Klischee-Bösewicht „The Cobra“. Damit sei zur Besetzung alles gesagt.
Die Schwächen der Inszenierung liegen natürlich im Schauspiel, was durchaus okay wäre, wenn der Rest stimmen würde. Immer, wenn es zu Ansätzen von Spannung kommt, wird sie schnell durch belanglose Kämpfe abgestellt. Die Action kommt intervallartig, kurze Sequenzen, dann Ortswechsel, nächster Kampf, nächste Szene. Regisseur Cedric Sundstrom hakt eine Nummer nach der anderen ab, um zu einem Finale zu gelangen, was stark an das von AMERICAN FIGHTER 2 – DER AUFTRAG (1987) erinnert, aber noch schlechter inszeniert wurde. Trotz genügend Kämpfe bleibt die Gewalt auffallend harmlos und blutarm. Für Fans 80er-Jahre-Martial Arts-Actionfilme kann das immer noch als lockere Berieselung funktionieren, aber im Vergleich zu den Vorgängern fehlt der Reiz und die Dynamik.
Optisch ist AMERICAN FIGHTER 3 durchaus solide, manchmal sogar überraschend gut fotografiert. Dafür hat man keine eigenen Ideen mitgebracht und gleich noch die Geschichte um einen Jungen kopiert, der von seinem Karatemeister unterrichtet wird, um später als „American Ninja“ in den Kampf gegen das Böse zu ziehen.
(Bjoern Candidus)
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