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Bloodsport, 1988 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

BLOODSPORT
(USA, 1988, Regie: Newt Arnold)

Wenn man an das Actionkino der 80er-Jahre denkt, hat man schnell schwer bewaffnete Helden, Terroristen oder kriegerische Missionen im Kopf. BLOODSPORT von Newt Arnold (BLOOD THIRST, 1971) überrascht dagegen mit einem anderen Fokus: Kampfsport. 

Im Mittelpunkt steht (der angeblich real existierende) Frank Dux, gespielt von Jean-Claude Van Damme. Frank Dux ist ein amerikanischer Elitesoldat, der gegen den Willen seiner Vorgesetzten nach Hongkong reist, um am illegalen Kumite teilzunehmen. Also jenem geheimen Turnier, in dem die besten Kämpfer aus aller Welt aufeinandertreffen und im Zweifel auch ihr Leben riskieren. Vorher bekommt man noch eine kleine Vorgeschichte, in der der junge Frank mit seinen Freunden in die Wohnung eines Kampfsportlehrers einbrechen. Dieser Lehrer unterrichtet schließlich Frank, da er in dem Jungen einen starken Kämpfer sieht. In der Gegenwart reist Frank Dux dann nach Hongkong, wo er den Amerikaner Ray Jackson (Donald Gibb) kennenlernt, der ebenfalls am Kumite teilnehmen möchte. Die beiden werden Buddys und erlangen erfolgreich die Aufnahme an der Kampfsportveranstaltung. 

BLOODSPORT konzentriert sich im weiteren Verlauf fast nur noch auf die Kämpfe, die zwischen völlig unterschiedlichen Ethnien ausgetragen werden. Die Kämpfe sind dynamisch und zeigen verschiedene Stile von Karate über Kickboxen bis hin zu Muay Thai, bleiben aber erstaunlich kurz und eher nach dem Action-Prinzip montiert. Statt langer, spannungsgeladener Duelle gibt es schnelle, sehr brutale Fights, die zwar kurzweilig, aber ebenso belanglos sind. Wer einen klassischen Sportfilm à la ROCKY (1976) sehen möchte, ist hier falsch. Ästhetisch bleibt BLOODSPORT trotz Hongkong-Schauplatz ein klar amerikanischer Film, mit den entsprechenden lockeren Sprüchen und einer gewissen Coolness, die aber im Rahmen bleibt. Gleichzeitig wirkt er im Vergleich zu manch anderem zeitgenössischen US-Action-Vehikeln erstaunlich bodenständig und fast schon gediegen. Möglicherweise liegt das auch an der Neubearbeitung, die Van Damme durchführen lassen hat, nachdem der Film in seiner ersten Schnittfassung ins Archiv geschoben wurde. Wie auch immer, für Cannon wurde BLOODSPORT ein riesiger Erfolg und für Jean-Claude Van Damme wurde er zum Sprungbrett seiner Karriere. Van Damme überzeugt als Kampfsportler und macht dabei einen erstaunlich sympathischen Eindruck. 

BLOODSPORT ist weniger ein spannender Sportfilm, mehr ein temporeicher, ziemlich harter Martial-Arts-Actionfilm, der das Genre mit geprägt hat. 

(Bjoern Candidus)

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