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Alien 2: On Earth, 1980 – ★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

ALIEN 2 – DIE SAAT DES GRAUENS KEHRT ZURÜCK
(ALIEN 2 – SULLA TERRA, Italien, 1980, Regie: Ciro Ippolito)

Nach der Landung einer Raumkapsel der NASA, deren Besatzung auf mysteriöse Art und Weise verschwunden ist, startet die mit PSI-Fähigkeiten ausgestattete Höhlenwissenschaftlerin Thelma Joyce mit ihrem Team eine neue Expedition in 400 Meter Tiefe, wo sie auf ein Alien stoßen.

Von dem oft unverfrorenen Umgang mit populären Filmtiteln möchte ich hier gar nicht anfangen, und ich persönlich habe auch kein Problem damit. Fest steht aber, dass Ciro Ippolito mit ALIEN 2 – DIE SAAT DES GRAUENS KEHRT ZURÜCK wohl einen der sonderbarsten Vertreter der zahlreichen ALIEN (1979) – Rip-Offs gezimmert hat. Ippolito macht es seinem Zuschauer nicht gerade leicht, dem Geschehen folgen zu können, geschweige denn zu wollen. Die Meisten werden wohl schnell merken, ob sie diesem meditativen (ich will nicht langweilig schreiben) Trip weiter folgen wollen oder nicht. Eine gewisse Sogwirkung kann ich der Inszenierung nicht absprechen. Es gibt schöne Felslandschaften oberirdisch und schöne Tropfsteinhöhlen unterirdisch zu bewundern. Der Rest wurde in finsteren Studioräumen in Rom oder in den Straßen von L.A. gedreht. Ergänzt wurde das ganze teilweise durch Archivaufnahmen vom Weltraum, von Kriegsschiffen und Hubschraubern. Die Probleme des Films liegen weder in der Fotografie von Silvio Fraschetti, noch in der traumartigen Atmosphäre, die der Score der Brüder De Angelis zusätzlich befeuert, sondern bei der Story und den Darstellern. Was passiert hier eigentlich? Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Fragen, die man sich eigentlich gar nicht stellen sollte. Aber da sind dann noch die Darsteller, die genauso planlos sind wie ich als Zuschauer. Große Namen stehen hier nicht an, und Michele Soavi ist der Einzige, der mir hier direkt was sagte, aber auch der geht wie Belinda Mayne, Mark Bodin und der Rest im Halbschlaf unter. Als hätte man es mit einem halb sedierten Trupp Höhlenforschern zu tun. Und die entdecken dann in einer Tropfsteinhöhle ein sonderbares Irgendwas, was man nicht mal richtig zu Gesicht bekommt. Es gibt einen sonderbaren Stein, ein merkwürdiges Alien, was vor allem im Off lebt und ein paar wenige Gore-Effekte, die ziemlich saftig sind, auf die man aber gut 50 Minuten warten muss.

Trotz inhaltlicher und darstellerischer Ödnis, trotz einigem Leerlauf, hat ALIEN 2 – DIE SAAT DES GRAUENS KEHRT ZURÜCK eine anziehende Wirkung, die mich immer in eine Art Schlaf-Wach-Zustand versetzt, der fast einzigartig ist. ALIEN trifft auf THE DESCENT, und doch ganz anders, vor allem sehr viel schlechter.

(Bjoern Candidus)

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