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When a Stranger Calls Back, 1993 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

STIMME DER DUNKELHEIT
(WHEN A STRANGER CALLS BACK, Kanada, USA, 1993, Regie: Fred Walton)

Julia soll als Babysitterin auf zwei kleine Kinder aufpassen. Doch an diesem Abend ist sie nicht allein mit den Kindern. Ein Fremder hält sich ganz in der Nähe auf, der es auf die Kinder abgesehen hat. Als Julia den Mann schließlich entdeckt, kommen die Eltern der Kinder zurück. Doch es ist zu spät: der Mann hat die Kinder entführt und ist über alle Berge. Fünf Jahre später wird Julia mit mysteriösen Veränderungen in ihrer Wohnung konfrontiert. Jemand scheint sich immer wieder Zutritt in ihre Wohnung zu verschaffen. Sie lässt sich bei der Polizei beraten und bekommt Hilfe bei der Psychologin Jill Johnson, die einst Ähnliches erlebte. Dann greift der Fremde zur Waffe…

Fred Walton kopiert sich selbst, aber er darf das auch, schließlich variiert er genug, um erneut einen spannenden Thriller zu kredenzen. Wie im Vorgänger WHEN A STRANGER CALLS (1979), oder DAS GRAUEN KOMMT UM ZEHN, wie er hier heißt, nutzt Walton die ersten 20 Minuten, um die Spannung in die Höhe zutreiben. Bedenkt man, dass er sich im Grunde der gleichen Mittel bedient wie 1979, ist ihm hier die Wiederholung geglückt. Dass er dabei gleich noch Carol Kane und Charles Durning zurückbringt, ist ein ganz besonderes Geschenk, wie ich finde. Vor allem Carol Kane lebt mal wieder von ihrer wunderbaren, wenn auch speziellen Ausstrahlung. Neu im Cast ist Jill Schoelen (STEPFATHER, 1987) als Babysitterin. Ihre Rolle vorkommt etwas zur Nebensächlichkeit, zudem lenkt ihre schreckliche Frisur ab. Außerdem am Start: Gene Lythgow als Killer, Duncan Fraser (IN EINER KLEINEN STADT, 1993) und Jerry Wasserman (DIE FLIEGE 2, 1989). Auch Komponist Dana Kaproff ist wieder dabei und spendiert erneut einen versierten Score, der deutlich zur Spannung beiträgt. Dass es sich hierbei um einen TV-Film handelt, ist überhaupt nicht zu erkennen. Dafür sieht er aber mindestens fünf Jahre älter aus, was nur positiv ist, bedenkt man die oft scheußliche Ästhetik vieler 90er-Jahre-TV-Produktionen. Aber es wurde auch in Kanada gedreht, und das zeichnet sich meist positiv aus. Walton arbeitet viel mit Licht und Schatten und schafft eine finstere Gesamtstimmung, die keinen Raum für Humor lässt. Zwar wird nicht immer jeder Ton getroffen, manchmal wird es auch etwas zäh, aber nur kurzzeitig.

STIMME DER DUNKELHEIT ist ein spannender, gut erzählter Home Invasion – Stalking – Psycho – Thriller, mit sympathischer Besetzung, der packend startet und in einem gelungenen Finale endet.

(Bjoern Candidus)

←Taste of Vengeance, 1968 – ★★★½
Shock Waves, 1977 – ★★★→

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